http://www.faz.net/-gqe-74buf
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 13.11.2012, 16:06 Uhr

Statistisches Bundesamt 3,7 Millionen würden gern mehr arbeiten

Nach einer Erhebung wollen 3,7 Millionen Deutsche mehr arbeiten. Fast eine Million Erwerbstätige gaben an, dass sie gerne weniger Zeit am Arbeitsplatz verbringen würden. Daraus ergibt sich ein ungenutztes Potential von knapp 31,6 Millionen Stunden pro Woche.

© dpa Die Sache mit der optimalen Arbeitszeit: Die einen würden gerne länger, die anderen kürzer

3,7 Millionen Männer und Frauen würden gerne mehr arbeiten. Dem stehen fast eine Million Erwerbstätige zwischen 15 und 74 Jahren gegenüber, die weniger arbeiten wollen. Zu diesen Ergebnissen kommt das Statistische Bundesamt in seiner am Dienstag veröffentlichten Erhebung. „Damit wollten unterm Strich deutlich mehr Erwerbstätige länger als kürzer arbeiten“, heißt es darin.

Unterbeschäftigte würden demnach ihre Wochenarbeitszeit im Schnitt gern um 11,5 Stunden erhöhen, Überbeschäftigte dagegen um 11,7 Stunden reduzieren. Daraus ergebe sich ein ungenutztes Arbeitspotential von knapp 31,6 Millionen Stunden pro Woche. „Dieses ungenutzte Potential entspräche - rein rechnerisch - rund 790.000 Vollzeitstellen von jeweils 40 Wochenstunden oder 2,2 Prozent der gewöhnlich pro Woche geleisteten Arbeitsstunden“, so die Statistiker.

Mehr zum Thema

Von den 3,7 Millionen, die gern mehr arbeiten wollen, sind knapp zwei Millionen in Teilzeit tätig, die restlichen 1,7 Millionen dagegen in Vollzeit mit mindestens 32 Wochenstunden. Während die Teilzeitbeschäftigten ihre Wochenarbeitszeit gern um durchschnittlich 15,5 Stunden erhöhen wollen, können sich die in Vollzeit eine um 6,9 Stunden verlängerte Arbeitszeit vorstellen. „Unterbeschäftigung bei einer Vollzeittätigkeit ist - anders als die Unterbeschäftigung der Teilzeittätigen - eine Männerdomäne“, so die Statistiker.

Von den 1,7 Millionen sind knapp 1,3 Millionen männlich, während 1,4 Millionen der knapp 2,0 Millionen Unterbeschäftigten in Teilzeit weiblich sind. Überbeschäftigte sind überwiegend Vollzeit tätig und wollen ihre Wochenarbeitszeit im Schnitt um 12,1 Stunden verringern. Erwerbstätige, die bereits eine Teilzeittätigkeit ausüben und dennoch überbeschäftigt sind, würden eine um 7,8 Stunden reduzierte Arbeitszeit bevorzugen.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Reuters

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
2019 Schuldentilgung geplant Schwarz-Grün stellt mehr Lehrer und Polizisten ein

Dank des stabilen Wirtschaftswachstums sieht das Land Hessen eine Chance, in Bildung und Sicherheit zu investieren. Mehrkosten in dreistelliger Millionenhöhe verbucht der Finanzminister für die Integration von Flüchtlingen. Mehr

19.07.2016, 15:09 Uhr | Rhein-Main
Nach Amoklauf Innenminister de Maizière wendet sich an Bevölkerung

Nach den jüngsten Attentaten hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière an die Bevölkerung appelliert: In Stunden der Gefahr und der Trauer müssen wir zusammen stehen. Mehr

23.07.2016, 16:46 Uhr | Politik
Berufspendler Immer in Bewegung

Wie wir unseren Arbeitsweg zurücklegen, ist nicht egal. Berufspendler haben den Ruf, krank, dick und gestresst zu sein. Stimmt das? Und wen trifft es am meisten? Auftakt unserer Serie Einfach mal anhalten. Mehr Von Nadine Bös und Hannah Bethke

21.07.2016, 05:12 Uhr | Beruf-Chance
Heftige Waldbrände Spanien in Feuer und Flammen

Seit Montag kämpft die Feuerwehr im Norden Kataloniens gegen heftige Waldbrände. Mehr als 90 Hektar Land waren innerhalb von 24 Stunden von dem Brand betroffen. Wegen des Feuers musste teilweise der Verkehr in der Region im Norden von Barcelona unterbrochen werden. Mehr

20.07.2016, 16:04 Uhr | Gesellschaft
FSV Frankfurt Zarte Annäherung an die Basis

Die Fans des Frankfurter FSV wollen Antworten auf ihre Fragen. Die konnten sie bei einem Fan- und Mitgliedertreffen stellen. Doch nicht mit allen Antworten waren sie auch zufrieden. Mehr Von Jörg Daniels

23.07.2016, 08:03 Uhr | Rhein-Main

Ein Anfang, nicht mehr

Von Christian Schubert, Paris

Der Kampf um die Arbeitsrechtsreform in Frankreich ist entschieden. Die Regierung hat mittels Notparagraphen den umstrittenen Gesetzesentwurf ohne Abstimmung durchgerungen. Wer sind die Gewinner, wer die Verlierer? Mehr 0

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden