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Standortsicherung Stuttgart wird Porsches „Weltmotorenwerk“

22.06.2005 ·  Die Beschäftigten am Porsche-Stammsitz in Stuttgart können sich ihrer Jobs bis 2010 sicher sein. Das Unternehmen will in den Standort Zuffenhausen investieren.

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Der Sportwagenhersteller Porsche plant Investitionen in sein Stammwerk Stuttgart-Zuffenhausen. Geplant sei unter anderem eine neue Lackiererei für mehr als 200 Millionen Euro, sagte Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück unter dem Beifall von mehreren tausend Porsche-Arbeitern bei einer Betriebsversammlung, zu der auch Bundeskanzler Gerhard Schröder gekommen war.

Außerdem werde die Montage verlängert, um mehr Fahrzeuge produzieren zu können, die Sattlerei bleibe erhalten, ein Logistikzentrum werde gebaut. Der Standortsicherungsvertrag mit Laufzeit bis zum Jahr 2010, der in Kürze von Arbeitnehmervertretern und Vorstand verabschiedet werde, basiere auf dem grundsätzlichen Einverständnis, daß der Porsche 911 und alle seine Derivate künftig ausschließlich in Stuttgart gebaut werde. Außerdem sollen die Motoren für alle Baureihen in Stuttgart gebaut werden. Stuttgart werde zum „Weltmotorenwerk“ für das Unternehmen, sagte Hück.

Produktivität und Flexibilität steigern

Im Gegenzug werde von der Belegschaft eine Steigerung der Produktivität und Flexibilität erwartet, sagte Hück - „ohne die Tarifverträge zu verletzen“. Mehrarbeit ohne Lohnausgleich sei nicht vorgesehen. Auf dieses Thema ging Schröder bei seiner Rede ein. „Wer die Vorstellung entwickelt, wir könnten jemals mit den Gehältern in Osteuropa oder China konkurrieren, handelt unvernünftig“, sagte der Kanzler. Wenn man höhere Löhne wolle und brauche, dann müsse man aber auch bei der Frage, wie das Produkt hergestellt werde, am flexibelsten sein.

Unterschrieben ist die Standortvereinbarung noch nicht. Porsche-Vorstandschef Wiedeking bezog nicht im Detail Position zu den Eckpunkten des Papiers, sondern sagte zu den Beschäftigten: „Wenn wir Menschen nur noch als Kostenfaktor sehen, ist das doch traurig. Ihr seid ein Erfolgsfaktor.“

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa, sup. / F.A.Z., 23.06.2005, Nr. 143 / Seite 15
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