Home
http://www.faz.net/-gqi-qfb1
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Montag, 13. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Standortsicherung Stuttgart wird Porsches „Weltmotorenwerk“

22.06.2005 ·  Die Beschäftigten am Porsche-Stammsitz in Stuttgart können sich ihrer Jobs bis 2010 sicher sein. Das Unternehmen will in den Standort Zuffenhausen investieren.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Der Sportwagenhersteller Porsche plant Investitionen in sein Stammwerk Stuttgart-Zuffenhausen. Geplant sei unter anderem eine neue Lackiererei für mehr als 200 Millionen Euro, sagte Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück unter dem Beifall von mehreren tausend Porsche-Arbeitern bei einer Betriebsversammlung, zu der auch Bundeskanzler Gerhard Schröder gekommen war.

Außerdem werde die Montage verlängert, um mehr Fahrzeuge produzieren zu können, die Sattlerei bleibe erhalten, ein Logistikzentrum werde gebaut. Der Standortsicherungsvertrag mit Laufzeit bis zum Jahr 2010, der in Kürze von Arbeitnehmervertretern und Vorstand verabschiedet werde, basiere auf dem grundsätzlichen Einverständnis, daß der Porsche 911 und alle seine Derivate künftig ausschließlich in Stuttgart gebaut werde. Außerdem sollen die Motoren für alle Baureihen in Stuttgart gebaut werden. Stuttgart werde zum „Weltmotorenwerk“ für das Unternehmen, sagte Hück.

Produktivität und Flexibilität steigern

Im Gegenzug werde von der Belegschaft eine Steigerung der Produktivität und Flexibilität erwartet, sagte Hück - „ohne die Tarifverträge zu verletzen“. Mehrarbeit ohne Lohnausgleich sei nicht vorgesehen. Auf dieses Thema ging Schröder bei seiner Rede ein. „Wer die Vorstellung entwickelt, wir könnten jemals mit den Gehältern in Osteuropa oder China konkurrieren, handelt unvernünftig“, sagte der Kanzler. Wenn man höhere Löhne wolle und brauche, dann müsse man aber auch bei der Frage, wie das Produkt hergestellt werde, am flexibelsten sein.

Unterschrieben ist die Standortvereinbarung noch nicht. Porsche-Vorstandschef Wiedeking bezog nicht im Detail Position zu den Eckpunkten des Papiers, sondern sagte zu den Beschäftigten: „Wenn wir Menschen nur noch als Kostenfaktor sehen, ist das doch traurig. Ihr seid ein Erfolgsfaktor.“

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa, sup. / F.A.Z., 23.06.2005, Nr. 143 / Seite 15
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Teure Worte

Von Gerald Braunberger

Der angestrebte Vergleich mit den Kirch-Erben lehrt die Deutsche Bank, dass unglückliche Äußerungen sehr teuer werden können. Doch ein Ende mit Schrecken ist einem Schrecken ohne Ende oft vorzuziehen. Mehr

13.02.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.738,47 +0,68%
 OK
13.02.2012
Name Kurs Prozent
DAX 6.738,47 +0,68%
FAZ-INDEX 1.504,02 +0,59%
TecDAX 775,33 +0,71%
MDAX 10.290,00 +0,40%
SDAX 5.011,74 +0,53%
REX 421,76 +0,17%
Eurostoxx 50 2.491,54 +0,43%
F.A.Z. EURO INDEX 80,48 +0,59%
Dow Jones 12.879,40 +0,61%
Nasdaq 100 2.568,90 +0,85%
S&P500 1.342,64 −0,69%
Nikkei225 8.999,18 +0,58%
EUR/USD 1,3195 −0,32%
Rohöl Brent Crude 117,77 $ −0,11%
Gold 1.711,50 $ −2,09%
Bund Future 138,20 € −0,30%