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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Staatsgeld gefordert BMW schafft Arbeitsplätze für Elektroautos

 ·  Der BMW-Konzern schafft mehrere hundert Stellen für die Produktion von Elektrofahrzeugen. Etwa 600 neue Arbeitsplätze sind offenbar angedacht. Zur Anschubfinanzierung ruft BMW allerdings nach Staatsgeld.

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Der BMW-Konzern schafft mehrere hundert Stellen für die Produktion von Elektrofahrzeugen. Vorstandschef Norbert Reithofer wird den Beschäftigungsaufbau am kommenden Freitag im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Leipziger BMW-Werk bekanntgeben.

Wie im Konzern zu hören ist, sind etwa 600 neue Stellen realistisch. In den Ausbau des Leipziger Werkes wird BMW nach Angaben des Vorstandes einen „niedrigen dreistelligen Millionenbetrag“ investieren.

Eigenes neues Modell

Für den elektrischen Antrieb hat BMW ein eigenes neues Modell entwickelt: Das „Megacity Vehicle“, das schon im Jahr 2013 auf den Markt kommen soll. Das emissionsfreie Fahrzeug wird von Elektroaggregaten mit Lithium-Ionen-Batterien angetrieben und erhält eine Karosserie aus Kohlefaser-Komponenten, die gemeinsam mit SGL Carbon entwickelt werden.

So groß angeblich das Interesse der Kundschaft an Elektroautos ist, so wertvoll ihr Beitrag für den Klimaschutz auch sein mag - zur Anschubfinanzierung ruft die Autoindustrie nach dem Staat, also dem Steuerzahler. So verlangt BMW-Chef Reithofer von der Politik „wirkungsvolle Anreize für elektrisches Fahren“.

Damit die Kanzlerin dies nach ihrem Besuch in Leipzig auch nicht vergisst, legt der Konzern ein paar Tage später in Berlin mit einem Kongress nach, mit dem BMW die Elektromobilität als „neuen Motor für die Wirtschaft“ feiert - Gastredner ist Wirtschaftsminister Rainer Brüderle.

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Jahrgang 1967, stellvertretender Ressortleiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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