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Spielwaren : Bobby-Car kauft Märklin-Eisenbahn

  • Aktualisiert am

98 Prozent aller Deutschen wissen einer Umfrage zufolge, was ein Bobby-Car ist Bild: dapd

Das Bobby-Car rollt und rollt. Jetzt will Deutschlands größter Spielwarenhersteller, die Fürther Simba-Dickie-Gruppe, den traditionsreichen Modelleisenbahnhersteller Märklin übernehmen.

          Der Bobby-Car-Hersteller Simba-Dickie will den traditionsreichen Modelleisenbahnhersteller Märklin übernehmen. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, verhandelt die Fürther Simba-Dickie-Gruppe derzeit mit dem früheren Märklin-Insolvenzverwalter Michael Pluta. Ein Sprecherin von Simba-Dickie sagte dem Blatt, „dass wir eine entsprechende Absichtserklärung unterschrieben haben und exklusiv über eine Übernahme verhandeln“.

          Simba Dickie ist Deutschlands größter Spielwarenhersteller. Bobby-Car-Hersteller BIG gehört ebenso zur Simba-Dickie-Gruppe wie die Holzspielzeuge von Eichhorn oder der größte französische Hersteller Smoby und die Marke Schuco. Das Unternehmen hat 3700 Beschäftigte und machte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 640 Millionen Euro. Jahr für Jahr verlassen bis zu 600.000 Bobby-Cars das Werk im fränkischen Burghaslach.

          Kaufpreis noch unklar

          Simba-Dickie-Inhaber Michael Sieber sagte der Zeitung, er rechne mit einem Abschluss der Übernahmegespräche im Februar oder März 2013. Der Kaufpreis sei noch unklar. Manager des Familienunternehmens nähmen in diesen Tagen Einsicht in die Märklin-Bilanzen.

          Der Modellbahnhersteller Märklin, der 2009 Insolvenz angemeldet hatte, schaffte den Sprung aus der Krise. In Göppingen und Ungarn werden im Jahr 500 000 Lokomotiven und zwei Millionen Wagen der Marken Märklin, Trix und LGB gefertigt. Das Unternehmen mit etwa 1000 Mitarbeitern brachte es 2011 auf einen Umsatz von rund 108 Millionen Euro. Das Unternehmen gehört  vorwiegend den Gläubigerbanken Goldman Sachs, BW-Bank und Kreissparkasse Göppingen.

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