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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Spekulationen über neuen Bieter Spanische Santander schaut sich Dresdner Bank an

 ·  Die von der Allianz auf den Prüfstand gestellte Dresdner Bank ist nun auch ins Visier ausländischer Großbanken geraten. Jetzt schaut sich Medienberichten zufolge auch Spaniens Branchenprimus Santander das verlustreiche Geldhaus an.

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Die von der Allianz auf den Prüfstand gestellte Dresdner Bank ist nun auch ins Visier ausländischer Großbanken geraten. Unter anderem schaut sich Spaniens Branchenprimus Santander das von der Finanzkrise gebeutelte und mit Verlusten kämpfende Geldhaus an, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag von drei mit der Angelegenheit vertrauten Personen erfuhr.

„Der Prozess ist aber noch ganz am Anfang, und es ist noch nicht sicher, wer zum Schluss die besten Karten hat“, sagte eine der Personen. Ein anderer Eingeweihter sagte, Santander habe gute Chancen, bei der Dresdner Bank zum Zuge zu kommen.

Auf Expansionskurs in Europa

Die Spanier sind in Deutschland und Europa zuletzt kräftig expandiert, vor allem im Geschäft mit Verbraucherkrediten. In diesem Segment ist das Institut in Deutschland mit der Santander Consumer Bank - der früheren CC-Bank - aktiv. Die Spanier wurden daher auch als Käufer für die Citibank gehandelt, den Marktführer im deutschen Konsumentenkreditgeschäft. Hier hat sie aber vor einigen Tagen abgewinkt. Experten rechnen jedoch mit weiteren Expansionsschritten der Spanier, die bislang weitgehend unbeschadet durch die Finanzkrise gekommen sind.

Den Finanzkreisen zufolge sind die Gespräche der Allianz mit Santander noch nicht so weit fortgeschritten wie mit der Commerzbank. Dresdner und Commerzbank schauen einander bereits intensiv in die Bücher, wie Reuters vergangene Woche aus Aufsichtsratskreisen der Commerzbank erfahren hatte. Die beiden Geldhäuser wollen Kreisen zufolge zudem als gemeinsame Bieter für die womöglich bald zum Verkauf stehende Postbank auftreten.

Deutsche Bank interessiert sich für Private Banking der Dresdner

Wie Reuters weiter erfuhr, streckt auch die Deutsche Bank ihre Fühler nach der Dresdner aus und schaut sich derzeit deren Bücher an. Den Wert der Allianz-Tochter schätzen Analysten auf acht bis neun Milliarden Euro. Deutschlands größtes Geldhaus habe besonderes Interesse am Private Banking, dem Geschäft mit wohlhabenden Kunden.

„Konzerne wie die Deutsche und die Allianz haben ja durchaus Möglichkeiten, etwa über Tauschgeschäfte oder Überkreuzbeteiligungen einen solchen Deal zu machen“, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person. Schon im Jahr 2000 hatten sich Deutsche und Dresdner auf eine Fusion verständigt, die dann aber noch platzte. Alle beteiligten Geldhäuser lehnten eine Stellungnahme zu den Informationen ab.

Die Allianz-Aktien drehten nach dem Reuters-Bericht ins Plus und setzten sich mit einem Kursgewinn von gut einem Prozent auf 118 Euro an die Spitze des Leitindex Dax. Die Papiere der Deutschen Bank büßten in einem schwachen Marktumfeld mehr als zwei Prozent auf 60,21 Euro ein, die der Commerzbank ebenfalls gut zwei Prozent auf 20,66 Euro. Santander-Aktien verloren an der Madrider Börse knapp ein Prozent.

Kein Glück mit der Tochter

Die Allianz, die 2001 mit dem rund 24 Milliarden Euro teuren Kauf der Dresdner in das Bankgeschäft eingestiegen war, sondiert derzeit Lösungen für ihre Tochter, mit der die Münchner trotz zahlreicher Restrukturierungen nie richtig glücklich geworden sind. Analysten fordern schon lange eine Trennung von der Dresdner, um den Allianz-Aktienkurs zu beleben. Im Umfeld der Allianz wird damit gerechnet, dass es schon in den nächsten Monaten einen Abschluss geben könnte.

Angestrebt wird Kreisen zufolge ein Verkauf der Dresdner Bank einschließlich ihrer Investmentbank-Tochter Dresdner Kleinwort. Diese ist maßgeblich für die Verluste infolge der Finanzkrise verantwortlich. Diskutiert werde unter anderem darüber, dass die Allianz Risiken der Sparte übernehme, um einen Verkauf zu ermöglichen. Das Investmentbanking ist schon lange das Sorgenkind des Versicherungsriesen und dürfte nach einem Verkauf an eine der beiden deutschen Großbanken drastisch zurückgefahren werden.

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Lieber ehrlich

Von Johannes Pennekamp

Die SPD und noch mehr die Grünen haben höhere Steuern für Top-Verdiener angekündigt - und finden sich dabei besonders ehrlich. Was sie gerne verschweigen: Zu den Top-Verdienern im Land zählen nicht nur Millionäre mit Sportwagen, sondern auch schon leitende Angestellte, Handwerksmeister und Beamte. Mehr 3


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