Home
http://www.faz.net/-gqi-166pq
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Samstag, 11. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Sonderprüfung der Finanzaufsicht Bafin prüft Geldwäsche-Vorwurf gegen UBS

01.04.2010 ·  Wegen möglicher Verstöße gegen Geldwäschevorschriften hat die Bankenaufsicht Bafin ein Ermittlungsverfahren gegen die deutsche Tochter des Schweizer Finanzkonzerns UBS eingeleitet. Ein Kunde wirft der Bank Betrug, Untreue und Steuerhinterziehung vor.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (7)

Die Deutschland-Tochter der UBS ist wegen eines möglichen Verstoßes gegen die Geldwäsche-Vorschriften ins Visier der deutschen Finanzaufsicht geraten. Ein Sprecher der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) und eine Sprecherin von UBS Deutschland bestätigten am Donnerstag, dass gegen die Bank seit mehr als zwei Wochen eine Sonderprüfung laufe. Diese steht im Zusammenhang mit Vorwürfen eines Kunden gegen die Schweizer Bank, der eigenen Angaben zufolge viel Geld mit Anlagen bei der Bank verloren hat. „UBS kooperiert selbstverständlich mit der Bafin“, teilte UBS Deutschland mit.

Ein als „Peter S.“ bezeichneter Kunde hatte die UBS im Februar angezeigt, nachdem er vergeblich versucht hatte, sie für seine Investment-Verluste haftbar zu machen. Laut der Zeitschrift „Spiegel“ geht es um Millionenbeträge. Der Kunde wirft der Bank in der Anzeige nach Angaben der Staatsanwaltschaft Frankfurt unter anderem Betrug, Untreue und Steuerhinterziehung vor. Die UBS habe ihm einen Scheinwohnsitz in Zürich verschafft, um der Besteuerung in Deutschland zu entgehen.

Die Zeitschrift berichtete vorab, das Geldwäschereferat der BaFin wolle klären, ob UBS Deutschland systematisch Beihilfe zur Steuerflucht geleistet hat. Ein Bafin-Sprecher erklärte: „Bei Steuerhinterziehung schwingt oft der Verdacht der Geldwäsche mit. Das kann Hand in Hand gehen.“ Banken seien verpflichtet, der Geldwäsche vorzubeugen und Verdachtsmomente anzuzeigen. Wenn sich der Verdacht erhärte, werde die BaFin die Erkenntnisse an die Staatsanwaltschaft weitergeben, die für die strafrechtlichen Ermittlungen zuständig ist.

Die UBS hat in der Angelegenheit nach eigenen Angaben auch eine interne Untersuchung eingeleitet. Der Fall reicht bis ins Jahr 2008 zurück.

Auch der UBS-Konkurrent Credit Suisse sieht sich in Deutschland mit Ermittlungen wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung konfrontiert. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat Ermittlungsverfahren gegen 1100 Kunden und gegen Mitarbeiter der Schweizer Großbank eingeleitet.

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Einknicken der Euro-Retter

Von Holger Steltzner

Das Leben auf Pump geht weiter: Der Süden druckt einfach das Geld, das er für Rechnungen braucht. Warum soll sich Griechenland ändern, wenn es doch immer wieder neue Kredite gibt? Mehr 76 172

10.02.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.692,96 −1,41%
 OK
10.02.2012
Name Kurs Prozent
DAX 6.692,96 −1,41%
FAZ-INDEX 1.495,13 −1,32%
TecDAX 769,89 −0,43%
MDAX 10.249,10 −1,04%
SDAX 4.985,13 −0,71%
REX 421,06 −0,02%
Eurostoxx 50 2.480,76 −1,65%
F.A.Z. EURO INDEX 80,01 −1,60%
Dow Jones 12.801,20 −0,69%
Nasdaq 100 2.547,32 −0,65%
S&P500 1.342,64 −0,69%
Nikkei225 8.947,17 −0,61%
EUR/USD 1,3195 −0,67%
Rohöl Brent Crude 117,61 $ −0,91%
Gold 1.711,50 $ −2,09%
Bund Future 138,62 € +1,01%