18.09.2011 · Immer mehr Betriebe denken über die eigene Energieproduktion nach. Treiber sind das grüne Gewissen und steigende Strompreise.
Von Holger PaulRichtlinien für Lesermeinungen
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Je mehr Unternehmen in die eigene Energieproduktion aus ineffizienten Solarzellen investieren, desto weniger Geld haben sie für die effiziente Kraftwärmekopplung zur Verfügung.
Auch mal ein wenig weiter denken
Eine Dezentralisierung der elektrischen Energieversorgung + "smarte" Verbraucherregelung kann den Energiespeicherbedarf verringern.
Das setzt aber natürlich voraus, dass die dezentralen Energieerzeuger auch öfters mal still stehen und das diese genau wissen wann sie anspringen müssen. Diese Steuerung sollte natürlich nicht in "private Hände" gelegt werden.
Weiterhin könnte man dann auch gleich in "regenerativen Spitzenzeiten" den Strom deutlich günstiger machen (muss ja eh alles vernetzt sein) und somit für gute regenerative Ausnutzung Sorgen.
Der Wirkungsgrad der Kraft- Wärmekopplung kann so auch verbessert werden.
Zurück zum Beispiel Werkshallendach: in der kalten Jahreszeit, in der ja bekanntermaßen die Sonne nicht die größte Energiequelle ist, schmeißt man ein Blockheizkraftwerk an und bekommt Strom und Wärme- beides wird direkt gebraucht.
Das größte Problem ist aber auch dabei das völlig intransparente und überflüssige Subventionssystem Deutschlands.
Steigende Energiepreise und Solarzellen haben nichts gemein
Die Einstrahlungsdichte der Sonne auf der Erde ist unzureichend um einer modernen Energieerzeugung zu dienen. Solarzellenstrom ist deshalb ein Vielfaches teurer als solcher aus modernen Energiequellen, Solarstrom ist umweltschädlich und zumindest in Mitteleuropa ist die Stromeinspeisung abhängig von den Launen des Wetters.
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Demzufolge folgt die Installation umweltschädlicher Solarzellen ganz massgeblich den Subventionsregeln und hat nichts mit steigenden Strompreisen, oder Eigenversorgung zu tun.
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Je nach Arbeitszeitregelung können die Solarzellen in der Tat für die Eigenversorgung genutzt werden. Allerdings muss diese Leistung aufgrund der Unwägbarkeiten des Wetters wie bei anderen Oekoenergien auch zu 100% durch Reservekraftwerke abgedeckt werden.
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Vandale
Unvorstellbar doch so geplant, Stromlücken
Der Abbau der kontinuierlich arbeitenden Kraftwerke und der Ersatz durch schwankende Quellen wie Wind- und Solarenergie, kann zwangsläufig nur durch Speicher abgefangen werden. Umfangreiche Simulationsrechnungen zeigen, dass dazu mindestens 7 Tagesleistungen abgespeichert werden müden. Aktuell haben wir aber nur Speicher für 30 Minuten! (L. von Bremen)
Nur der Speicherausbau ist nicht einfach, keine bestehende Technologie ist auch nur annähernd wirtschaftlich zu betreiben, bleibt die Idee des Lageenergiespeichers, der das Problem lösen kann, einfach mal danach googeln.
Ohne effiziente Stromspeicher...
... erwähren sich die Unternehmen selbst einen Bärendienst. Von Ende Oktober bis Anfang April helfen die Solarzellen gar nichts, weil ihr Wirkungsgrad dann nahe 0% liegt. In dieser Zeit helfen dann die von der BR favorisierten Dreckschleudern und extra gebaute Gas- bzw. GuD-Kraftwerke und die verbliebenen KKW. Mit steigender Betafelung unserer Dächer nimmt die Höhe der Einspeiser zu und damit auch der Strompreis, da die "EEG-Vergütungen" direkt an die Verbraucher weitergegeben werden und die Zahl der in Reserve gehaltenen Ersatzkraftwerke steigt. Anstatt diesen grünen Unsinn zu unterbinden und die BR an den Pranger zu stellen, bleiben die Unternehmen still, kassieren ein paar Jahre die Vergütungen und freuen sich des Lebens. Das ist mehr als kurzsichtig, denn das böse Erwachen wird kommen. Die Deutschen sind die einzigen auf der Welt, die sich den grün gesponnenen Luxus einer doppelten Energievorsorgung meinen leisten zu können. Wir alle werden dies bitter bezahlen! Ich "freu" mich schon auf meine Stromnachverrechnung in diesem Jahr...
Wir haben in Deutschland inzwischen die höchsten Strompreise in Europa, aber was
soll´s die Grünen meinen, der Strom sei noch immer zu billig und die vertreten bereits über 30 % der Wähler und sicher alle mit jährlich über 10 Milliarden Euro EEG subventionierte Windanlagen- und Solardachinvestoren, die sich der üppigen Subventionen zu Lasten aller Strombezieher erfreuen.
Eine gewaltige Umverteilung von unten nach oben.
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