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Software Microsoft muss auf Windows 7 hoffen

24.07.2009 ·  Dem weltgrößten Softwarekonzern macht die Flaute am PC-Markt zu schaffen. Der Gewinn brach zuletzt um fast 30 Prozent ein. Derzeit streicht das Unternehmen erstmals in seiner Geschichte 5000 Stellen. Nun hofft Microsoft, dass die neue Windows-Version den Markt belebt.

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Dem weltgrößten Softwarekonzern Microsoft machen die Wirtschaftskrise und die Flaute am PC-Markt weit drastischer zu schaffen als erwartet. Der Gewinn brach im vergangenen Quartal um fast 30 Prozent auf 3,0 Milliarden Dollar ein. Der Umsatz fiel um 17 Prozent. Erstmals seit dem Börsengang 1986 beendet Microsoft damit ein Geschäftsjahr mit einem Umsatzminus.

Das Abschneiden Microsoft gilt als wichtiger Gradmesser für die weitere Entwicklung der Technologiebranche aber auch für die Wirtschaft insgesamt, weil praktisch alle Unternehmen Computer nutzen.

Windows 7 startet im Oktober

Große Hoffnungen setzt Microsoft nun auf sein neues Betriebssystem Windows 7, das am 22. Oktober startet. Schätzungsweise 90 Prozent aller Personalcomputer weltweit laufen mit einem Betriebssystem von Microsoft. Die derzeitige Version Windows Vista hatte enttäuscht. Die nächste Office-Version soll im ersten Halbjahr
2010 erscheinen.

In allen großen Microsoft-Bereichen sanken die Umsätze und Ergebnisse im zweiten Quartal. Die Windows-Sparte traf es mit am härtesten: minus 29 Prozent bei den Erlösen und ein Drittel weniger Gewinn. Allerdings verzerrte der anstehende Start von Windows 7 die Zahlen etwas.

5000 Stellen werden gestrichen

Gefahr droht dem neuen Windows vom Rivalen Google, der für nächstes Jahr ein eigenes Betriebssystem unter dem Namen Chrome OS angekündigt hat (siehe auch Chrome OS: Google sagt Microsoft den Kampf an). Umgekehrt startete Microsoft mit seiner neuen Internetsuche Bing erst Anfang Juni einen neuen Angriff auf den Google-Konzern, der hier mit deutlichem Abstand Marktführer ist (siehe Neue Suchmaschine: Die Maschine mit dem Bing).

Im Kampf gegen Google verhandelt Microsoft zudem Medien zufolge noch immer mit dem Internet-Konzern Yahoo! über eine Kooperation. In der Nacht zum Freitag sollte laut „Wall Street Journal“ darüber die Spitze von Yahoo! beraten. Eine Übernahme von Yahoo! durch Microsoft war im vergangenen Jahr spektakulär gescheitert.

Microsofts Ergebnis belasteten auch Kosten für den Konzernumbau. Der Softwareriese streicht derzeit erstmals in seiner Geschichte 5000 Stellen. Ganz anders das Bild beim Erzrivalen Apple. Der iPhone-und Computer-Hersteller vermeldete gerade erst ein sattes Plus bei Gewinn und Umsatz (siehe Apple überrascht dank iPhone erneut positiv).

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Von Holger Steltzner

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