Home
http://www.faz.net/-gqi-770h1
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Sipri-Studie Sparprogramme treffen die Rüstungsindustrie

Der Zwang zu staatlichen Sparprogrammen lässt die weltweite Rüstungsindustrie leicht schrumpfen. Die Friedensforscher vom renommierten Sipri-Institut beobachten aber auch einen anderen Trend.

© dpa Vergrößern Die Ausgaben für Waffen und militärischen Dienstleistungen gehen zurück

Die globale Rüstungsindustrie bekommt die staatlichen Sparprogramme in zahlreichen Ländern zu spüren. Nach Angaben des Stockholmer Friedensforschungsinstitutes Sipri sank der Umsatz bei Waffen und militärischen Dienstleistungen 2011 gegenüber dem Vorjahr weltweit um 5 Prozent auf 410 Milliarden Dollar (307 Mrd Euro). Es sei das erste Mal seit 1994 gewesen, dass es keine Steigerung der Verkäufe gegeben habe.

Dies sei nicht nur eine Folge der Kürzungen in Verteidigungsetats, sondern auch des militärischen Rückzugs aus Afghanistan und dem Irak sowie der zeitweiligen Sanktionen gegen Libyen, teilte Sipri am Montag mit. Im Vergleich zu 2002 ermittelten die Friedensforscher aber immer noch eine Steigerung um 51 Prozent (in Preisen und Währungsraten von 2011).

Mehr zum Thema

Als wichtigsten Wachstumsmarkt für die Rüstungsindustrie nannte das Institut „Cyberwaffen“. Für die Abwehr von Angriffen oder Angriff auf Computersysteme würde trotz aller Sparmaßnahmen zusätzlich Geld bereitgestellt. Die Beschaffung von Zahlen sei hier schwierig, weil es häufig keine Trennung zwischen zivilen und militärischen Aufträgen gebe.

Der größte Rüstungskonzern der Welt bleibt weiterhin Lockheed Martin in den Vereinigten Staaten mit einem Umsatz für diesen Bereich von 36,3 Milliarden Dollar, gefolgt von Boeing (Vereinigte Staaten) mit 31,8 Milliarden Dollar. Auf dem dritten Platz lag der britische Konzern BAE Systems of Britain mit 29,2 Milliarden Dollar im Jahr 2011. Als größtes deutsche Rüstungsunternehmen platzierte Sipri Rheinmetall auf dem 26. Platz mit einem rüstungsbedingten Umsatz von 3 Milliarden Dollar. Daten über chinesische Unternehmen konnte Sipri nicht auswerten.

Infografik / Weltweite Waffenverkäufe Weltweite Waffenverkäufe © dpa Bilderstrecke 

Quelle: FAZ.NET/dpa/AFP

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Amerikanisches Militär Pentagon gibt Schlamperei bei Wartung von Atomwaffen zu

Nur ein Schraubenschlüssel für 450 Raketen: Bei der Wartung ihrer Atomwaffen sind dem amerikanischen Militär in den vergangenen Jahren zahlreiche Fehler unterlaufen. Nun soll das Arsenal für 15 Milliarden Dollar modernisiert werden. Mehr

14.11.2014, 19:45 Uhr | Politik
Kampf gegen IS Kurden melden militärische Erfolge

Seit Wochen wehren kurdische Einheiten in Kobane und im Nord-Irak Angriffe der Terrormiliz IS ab. Jetzt sehen sich die kurdischen Kämpfer in der Offensive gegen die Dschihadisten - auch durch deutsche Hilfe. Mehr

12.11.2014, 14:59 Uhr | Politik
Kampf gegen IS Berichte: Al Bagdadi bei Luftangriff getroffen

Getötet, verletzt oder unversehrt? Berichte verdichten sich, dass der oberste Führer des Islamischen Staats bei einem Luftangriff getroffen wurde. Die amerikanischen Streitkräfte schließen nicht aus, dass Bagdadi einer Operation nahe Mossul zum Opfer gefallen sein könnte. Mehr

09.11.2014, 23:48 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 18.02.2013, 07:41 Uhr

Muskelspiel

Von Kerstin Schwenn

Mitten im Advent droht wieder Streik. Den Bahnkunden ist es egal, ob Lokführer oder Fahrdienstleister ihre Zugfahrt verhindern. Ihre Geduld schwindet in dem Maße, wie der Schaden wächst. Mehr 5


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Deutsche fühlen sich für Unternehmerdasein nicht gerüstet

Nur 34 Prozent der Deutschen glauben, ihre Ausbildung habe ihnen die Fähigkeit vermittelt, ein eigenes Unternehmen zu führen. Mehr 4

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden