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Bessere Aussichten : Siemens meldet Milliardengewinn

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Atellica Solution ist ein Analysesystem aus der Gesundheitssparte von Siemens. Bild: Siemens AG

Der Siemens-Chef ist zuversichtlicher für dieses Jahr und kündigt bessere Geschäfte an. Das gilt aber nicht für alle Teile des Konzerns.

          Einen Tag nachdem die Siemens-Führung angekündigt hat, das Werk in Offenbach zu schließen und den Standort Görlitz zu erhalten, kündigt sie an, dass der Konzern in diesem Jahr mehr Gewinn machen werde. Das in München beheimatete Unternehmen stellte an diesem Mittwoch einen Gewinn je Aktie von 7,70 bis 8 Euro in Aussicht – verglichen mit 7,09 Euro im vergangenen Jahr. Die Kosten für Personalabbau-Maßnahmen sind darin freilich nicht enthalten.

          Insgesamt entspräche das einem um Sondereffekte bereinigten Nettogewinn zwischen 6,25 bis 6,5 Milliarden Euro. Bisher hatte die Prognose für dieses Jahr zwischen 7,20 und 7,70 Euro je Aktie betragen. „Mit der Anhebung unserer Jahresprognose demonstrieren wir unseren Anspruch an die Leistungsfähigkeit des Unternehmens, den Strukturwandel zu meistern und die digitale Industrie zu gestalten“, sagte der Vorstandsvorsitzende Joe Kaeser.

          In den zurückliegenden drei Monaten profitierte Siemens von einem Buchgewinn in Höhe von 900 Millionen Euro durch die Übertragung der 11,8-Prozent-Beteiligung am IT-Dienstleister Atos an den eigenen Pensionsfonds. Das ließ den Nettogewinn zwischen Januar und März um 39 Prozent auf 2,02 Milliarden Euro steigen, Analysten hatten zuvor mehrheitlich mit einem Rückgang gerechnet.

          SIEMENS

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          Im industriellen Geschäft ging das Ergebnis jedoch um acht Prozent auf 2,25 Milliarden Euro zurück. Aber auch damit schnitt Siemens besser ab, als die Experten dem Konzern zugetraut hatten.

          Grund für das Minus war vor allem die Kraftwerks-Sparte Power & Gas, deren Ergebnis um drei Viertel einbrach. Auch die Gebäudetechnik, Siemens Healthineers und Siemens Gamesa mussten Einbußen hinnehmen.

          „Die meisten unserer Geschäfte, vor allem die digitalen Angebote, zeigten eine beeindruckende Stärke und konnten die strukturellen Herausforderungen der fossilen Energieerzeugung operativ mehr als ausgleichen“, sagte Kaeser. Der Umsatz blieb im Quartal mit 20,1 Milliarden Euro stabil. Der Auftragseingang ging aufgrund einer geringeren Zahl von Großaufträgen um ein Prozent auf 22,3 Milliarden Euro zurück.

          Siemens hatte am Dienstag in Sondierungsgesprächen mit den Arbeitnehmervertretern den Weg für den Abbau von bis zu 6900 Stellen in der Kraftwerks-Sparte frei gemacht. Das soll einen „großen dreistelligen Millionenbetrag“ einsparen helfen, wird aber zunächst Geld kosten. Noch in diesem Geschäftsjahr wird die neue Strategie „Vision 2020+“ von Kaeser erwartet, welche die bisher gemachte Prognosen Makulatur werden lassen könnte.

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