26.07.2007 · Der Siemens-Konzern ist weiteren zweifelhaften Geldströmen auf der Spur. Die nicht unerheblichen Summen sollen über ein Konto in Liechtenstein geflossen sein. Sie könnten die Bilanz nachträglich belasten.
Im Zuge der Aufarbeitung der Korruptionsaffären hat Siemens nach eigenen Angaben neue fragwürdige Zahlungen entdeckt. Der Konzern habe im vergangenen Quartal die internen Überprüfungen auf zusätzliche Geschäftsbereiche ausgeweitet und auch dort Barscheckzahlungen und Kassenauszahlungen unter die Lupe genommen, teilte Siemens im Quartalsbericht mit.
Das Gesamtvolumen fragwürdiger Zahlungen liege „deutlich über dem Betrag der zum Ende des Geschäftsjahrs 2006 untersuchten Zahlungen“. Damals hatte Siemens Geldströme über insgesamt 420 Millionen Euro auf den Prüfstand gestellt. „Im Rahmen dieser andauernden Erhebung hat Siemens zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein deutliches Zahlungsvolumen identifiziert, für das nur begrenzte Dokumentation verfügbar ist“, hieß es.
Konto in Liechtenstein
Die nicht bezifferten Summen seien über ein Konto in Liechtenstein geflossen. Die Untersuchungen hätten weitere Konten und Kassen „an unterschiedlichen Orten“ zu Tage gefördert, die nicht in der Konzernbilanz erfasst worden seien. Sollte sich erweisen, dass auch die neu entdeckten Summen als Schmiergeld eingesetzt worden sind, könnte das erneut nachträglich auf die Konzernbilanz durchschlagen. „Siemens analysiert gegenwärtig die steuerliche Abzugsfähigkeit dieser Zahlungen.“
Allein die Anwälte, die für Siemens den Konzern durchkämmen, kosten pro Arbeitstag rund eine Million Euro. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2006/07 gab das Unternehmen nach eigenen Angaben 188 Millionen Euro für die externen Berater aus.
| Name | Kurs | Prozent |
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| FAZ-INDEX | 1.374,21 | −1,43% |
| Dow Jones | 12.456,60 | −0,99% |
| EUR/USD | 1,2428 | −0,48% |
| Rohöl Brent Crude | 103,91 $ | −2,75% |
| Gold | 1.579,50 $ | 0,00% |
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