23.08.2007 · Der französische Autohersteller Peugeot ruft Fahrzeuge des Modells 307 in die Werkstätten. Durch eine fehlende Abdichtung droht ein Kurzschluss. Dann können schlimmstenfalls die Sicherheitssysteme versagen.
Peugeot will in Deutschland 80.000 Autos des in den Jahren 2003 bis 2006 gebauten Modells 307 wegen möglicher Probleme beim Antiblockiersystem (ABS) und dem Elektronischen Stabilisierungssystem (ESP) in die Werkstätten rufen. Insgesamt sind von der Mitte September beginnenden Aktion 240.000 Peugeot 307 in Mittel-und Nordeuropa betroffen. Ein Peugeot-Sprecher bestätigte am Mittwochabend der dpa damit teilweise eine Meldung der „Automobilwoche“. Er dementierte allerdings Angaben der Branchenzeitung, wonach weltweit mehr als eine Million 307-Fahrzeuge von dem Rückruf betroffen sei. Diese Zahl sei zu hoch gegriffen, sagte der Sprecher.
Die „Automobilwoche“ hatte zuvor berichtet, das Unternehmen habe entsprechende Informationen bestätigt. Das Problem sei eine unzureichende Abdichtung des ABS- und ESP- Steuergerätes, die zu einem Kurzschluss führen könne, hieß es. Bei einem Ausfalls des Steuergeräts stünden im Notfall weder ABS noch ESP zur Verfügung. Die Bremsen funktionierten aber weiter, versicherte der Sprecher. Die Werkstätten bereiteten sich derzeit auf die Rückrufaktion vor. Die Kunden würden demnächst angeschrieben. In Deutschland seien bisher keine Störfälle bekannt, sagte der Peugeot-Sprecher. Die Kosten für die Rückrufaktion konnte der zum Autokonzern PSA Peugeot Citroën gehörende französische Hersteller zunächst nicht beziffern. Bereits vor einem Jahr hatte Peugeot in Dänemark 10.500 Fahrzeuge des Modells 307 wegen möglicher Probleme mit dem ESP zurückgerufen.
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