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Niedriger Ölpreis : Shell stoppt Ölsand-Projekt in Kanada

  • Aktualisiert am

Shell steigt aus dem 2013 gestarteten „Carmon Creek“-Projekt aus. Bild: AFP

Erst vor einem Monat hat Shell die Suche nach Öl vor der Küste Alaskas aufgegeben. Nun beendet der Ölkonzern angesichts der niedrigen Ölpreise auch ein Projekt in Kanada.

          Shell stoppt angesichts des Ölpreisverfalls ein Ölsandprojekt in Kanada und nimmt dafür milliardenschwere Abschreibungen in Kauf. Angesichts der niedrigen Preise müsse der Konzern auf die Kosten schauen, sagte Unternehmenschef Ben van Beurden am Dienstag. Der Ausstieg aus dem 2013 gestarteten „Carmon Creek“-Projekt in der Provinz Alberta verursache Kosten und Wertminderungen in Höhe von umgerechnet knapp 1,37 Milliarden Euro. Der Ölpreis-Verfall zwingt die gesamte Branche dazu, die Ausgaben zu senken.

          Im kanadischen Ölsand liegen große Reserven. Allerdings ist die Förderung mit hohen Investitionen verbunden. Bereits Ende September hatte Shell seine umstrittenen Probebohrungen vor der Küste Alaskas gestoppt und ebenfalls Milliarden abgeschrieben. Als Gründe nannte das Unternehmen mangelnden Erfolg und zu hohe Kosten. Zudem seien die staatlichen Vorgaben herausfordernd und unpräzise.

          Angesichts eines um fast die Hälfte gesunkenen operativen Ergebnis im dritten Quartal kündigte auch der norwegische Statoil -Konzern am Mittwoch an, die Investitionen um eine weiter Milliarde Dollar zu kürzen. Erst am Dienstag hatte der britische BP -Konzern zum dritten Mal in diesem Jahr seine Investitionspläne für 2015 zusammengestrichen.

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