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Schwächere Konjunktur : Eon senkt Geschäftsausblick für 2013

  • Aktualisiert am

Eon-Zentrale in Essen. Bild: dpa

Wegen der schwächeren Konjunktur erwartet Deutschlands größter Energiekonzern weniger Geschäft im Jahr 2013 als bisher. Die aktuellen Zahlen sind hingegen gut ausgefallen.

          Deutschlands größter Energiekonzern Eon hat die Geschäftsprognose für das kommende Jahr 2013 kassiert wegen der schwächelnden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im Allgemeinen und Schwierigkeiten in der Branche im Besonderen. Auch die bisher kommunizierten Geschäftsaussichten für das Jahr 2015 stehen demnach auf dem Prüfstand.

          In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres hat der Versorgungskonzern seinen Gewinn hingegen deutlich gesteigert. Der Konzernüberschuss legte auf 3,0 Milliarden Euro zu, was sich mit 1,1 Milliarden Euro im entsprechenden Zeitraum des vergangenen Jahres vergleicht, teilte Eon in Düsseldorf mitteilte.

          Zwanzig Prozent mehr Umsatz

          Der Umsatz lag ebenfalls merklich über dem Niveau des vergangenen Jahres. Er betrug in der Zeit von Januar bis Ende September 93,6 Milliarden Euro, im Vorjahr waren es 77,5 Milliarden Euro gewesen. Seine Ziele für das Gesamtjahr hatte das Unternehmen bestätigt.

          Wie Eon weiter mitteilte, legten die Umsätze in den Segmenten Optimierung & Handel und im regionalen Netz- und Vertriebsgeschäft in Deutschland zu. Demgegenüber sanken sie in der nuklearen und fossilen Energieerzeugung deutlich. Wesentliche Gründe hierfür seien die Stilllegung von Anlagen in Deutschland gewesen aufgrund der Novelle des Atomgesetzes sowie eine geringere Auslastung der  europäischen Kraftwerke.

          Besseres Gashandelsgeschäft

          Der Gewinn vor Steuern und Abschreibungen (Ebitda) belief sich in den ersten neun Monaten dieses Jahres auf 8,8 Milliarden Euro - das waren rund 2,3 Milliarden Euro mehr als 2011.

          Ursächlich hierfür sei ein besseres Gashandelsgeschäft im Zuge der Neuverhandlungen von Lieferverträgen mit Gasproduzenten, der Wegfall einmaliger Belastungen aufgrund der Novelle des Atomgesetzes in Deutschland sowie der Betrieb von drei neuen Gaskraftwerksblöcken in Russland gewesen. Zudem dem beginne das Effizienz-Programm Eon 2.0 zu wirken.

          Quelle: dpa/Dow Jones

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