Home
http://www.faz.net/-gqi-uqrf
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Freitag, 17. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Schrumpfkurs Die Post verliert im Briefgeschäft

15.05.2007 ·  Traditionell gelten Briefe als der wichtigste Gewinnbringer der Post. Doch so richtig gut läuft es nicht mehr. Schon vor dem Auslaufen des Briefmonopols bröckelt das Geschäft.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Der Deutschen Post macht schon vor dem Ende ihres Monopols im Briefgeschäft auf dem Heimatmarkt ein schrumpfendes Volumen zu schaffen. Bei zunehmender Nutzung elektronischer Kommunikation wie E-Mails und intensiverem Wettbewerb ging die Anzahl sowohl von Geschäftskunden- wie auch von Privatkundenbriefen in den ersten drei Monaten dieses Jahres um rund 3,4 Prozent (gegenüber dem Vorjahreszeitraum) zurück, wie die Post am Dienstag in Bonn berichtete. Der Umsatzrückgang beim Inlands-Brief betrug satte 5,6 Prozent. Insgesamt startete der weltweit führende Logistik- Konzern mit einem Ergebnis- und Gewinnplus gut ins Jahr und bekräftigte seine Prognose für das Gesamtjahr.

Bei ihrem traditionellen Hauptgewinnbringer Brief verdiente die Post auch weniger. Es gab im ersten Quartal einen überraschend hohen Rückgang des operativen Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 10,8 Prozent auf 618 Millionen Euro (2006: 693 Millionen Euro). Erstmals wurde auch das nationale Paketgeschäft ins Briefsegment-Ergebnis einbezogen. Der Paket-Umsatz sank um 2,9 Prozent. Auch die Anzahl der Pakete von Privatkunden ging zurück.

Umkämpftes Paketgeschäft

Der Rückgang beim Brief-Ergebnis ist nach Angaben von Finanzvorstand Edgar Ernst auch auf eine Preissenkung im umkämpften heimischen Paketgeschäft zurückzuführen. Daneben habe sich das Fehlen von 0,7 Arbeitstagen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum dämpfend auf den Ertrag ausgewirkt. Die Strategie, Erlösrückgänge im Inland durch Zuwächse im internationalen Briefgeschäft auszugleichen, gehe aber weiterhin auf. Das Monopol der Post für Sendungen bis 50 Gramm läuft nach geltendem Gesetz Ende 2007 aus. Die Post habe sich darauf „strategisch und operativ“ vorbereitet.

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg insgesamt im ersten Quartal 2007 um 8,7 Prozent auf 998 Millionen Euro. Der Konzerngewinn stieg um 4 Prozent auf 499 Millionen Euro. Der Umsatz erhöhte sich um 4,4 Prozent auf 15,5 Milliarden Euro. Deutlich verbessert zeigte sich vor allem das Express-Geschäft, das beim EBIT wieder schwarze Zahlen schrieb. Genaue Zahlen zu dem in den vergangenen Jahren verlustreichen Geschäft in den Vereinigte Staaten wurden nicht veröffentlicht. Beim Anstieg des Ergebnisses in der Logistik schlug vor allem der Verkauf des Abfallunternehmens Vfw AG zu Buche, der 59 Millionen Euro einbrachte.
Die Post bestätigte ihre Prognose für ein EBIT in 2007 vor Sondereffekten von mindestens 3,6 Milliarden Euro. Das entspreche einer Steigerung von mindestens 3 Prozent zum vergleichbaren Wert (ohne Sondereinflüsse) des Vorjahres.

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Abschied ohne Schock

Von Holger Steltzner

Der griechische Staatspräsident hat sich in Rage geredet: Wolfgang Schäuble habe sein Land beleidigt. Was genau meint Papoulias damit? Mehr 3 44

16.02.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.751,96 −0,09%
 OK
Umfrage

Sollen Kinderlose einen „Solidarzuschlag" zahlen?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

16.02.2012
Name Kurs Prozent
DAX 6.751,96 −0,09%
FAZ-INDEX 1.505,26 −0,19%
TecDAX 772,73 −1,05%
MDAX 10.296,70 −0,54%
SDAX 4.989,81 −0,62%
REX 423,38 +0,51%
Eurostoxx 50 2.489,35 −0,18%
F.A.Z. EURO INDEX 80,46 −0,11%
Dow Jones 12.904,10 +0,96%
Nasdaq 100 2.592,29 +1,42%
S&P500 1.358,04 +1,10%
Nikkei225 9.238,10 −0,24%
EUR/USD 1,3129 +0,53%
Rohöl Brent Crude 120,11 $ +0,90%
Gold 1.733,00 $ 0,00%
Bund Future 138,72 € −0,24%