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Schnelle Gastronomie Pizza-Kette Vapiano will in Europa wachsen

Die deutsche Restaurant-Kette Vapiano will wachsen: Die Zahl der Restaurants soll bis 2014 auf 180 steigen. Die deutschen Restaurants kommen auf einen Umsatz von 150 Millionen Euro - und erzielen damit 62 Prozent des Gesamtumsatzes.

© Marcus Kaufhold Vergrößern Gutes Essen für vergleichsweise wenig Geld: Die Vapiano-Kette nutzt die Lücke zwischen McDonalds und Mared

Mirko Silz weiß um die Macht der Frauen. Wie sie ihre Umgebung genau taxieren, auf Sauberkeit achten und Wert darauf legen, dass die Blume auf dem Tisch echt ist. Und dass sie sich, eher als Männer, überlegen, was sie essen. Der Vorstand von Vapiano SE weiß auch, dass weibliche Gäste die Mehrheit in seinen Restaurants stellen - und dass sie nicht selten Familie und Freunde mitbringen. „Die Frau muss hundert Prozent überzeugt sein, dann ersparen wir uns viele sonstige Marketingaktivitäten“, sagt Silz.

Auch im vergangenen Jahr ist die Strategie von Silz aufgegangen, denn die Pasta-Pizza-Restaurant-Kette, die ihre Restaurant teils selbst, teils im Franchisesysteme mittlerweile rund um die Welt betreibt, hat ihren Umsatz allein in Deutschland um 29,1 Prozent auf 123 Millionen Euro gesteigert; in Europa insgesamt wuchs der Umsatz um 36,3 Prozent auf 180 Millionen Euro. Mit einer raschen Expansion hat Vapiano auch seine Position im deutschen Restaurantmarkt verbessern können; das Unternehmen aus Bonn kletterte in einer im Rahmen der Messe Internorga veröffentlichten Statistik der größten Gastronomieunternehmen in Deutschland von Platz 25 auf Position 17.

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Das ist Silz aber noch nicht genug: Vapiano soll die Zahl seiner Restaurants in Europa - zurzeit gibt es 90 Filialen in 22 Ländern - bis 2014 verdoppeln. Dabei hat Silz sowohl West- als auch Osteuropa im Blick: „Wir sehen, dass das Konzept auch in Osteuropa sehr gut ankommt.“ Das sei zwar eher an den Gästezahlen erkennbar als an den Durchschnittsbons, die in Osteuropa zwischen 25 und 30 Prozent tiefer liegen. Aber Silz rechnet damit, dass das Wachstum nach 2012 in diesen Märkten stark anziehen wird, nicht zuletzt auch wegen der Fußball-Europameisterschaft. „Der mengenmäßige Schwerpunkt liegt aber auf Westeuropa“, sagt er, „Frankreich, Großbritannien und Spanien sind von der Größe her interessant, Skandinavien was die Umsätze anbelangt.“ Gegenwärtig wird die Mehrheit des Umsatzes noch auf dem Heimmarkt gemacht; die deutschen Restaurants erzielen 62 Prozent des Gesamtumsatzes.

In der Vapiano-Küche: Warten, bestellen, Essen mitnehmen © Vergrößern In der Vapiano-Küche: Warten, bestellen, Essen mitnehmen

Erst zwei Filialen seien geschlossen worden

Bald zehn Jahre ist es her, seit die erste Filiale in Hamburg eröffnet wurde - für Silz ist dies ein guter Zeitpunkt, um Neues auszuprobieren. So will er sich etwa aus den Innenstadtlagen weg trauen. Und auch das Design der Filialen soll sich leicht verändern - aber nur so, dass der Wiedererkennungswert bestehen bleibt.

Nichtsdestotrotz hat das systemgastronomische Konzept auch schon in der Vergangenheit sanfte Anpassungen erfahren; so sind zum Beispiel die skandinavischen Biergläser größer als jene in Deutschland, in Polen gibt es mehr Suppen im Angebot, und nicht zuletzt ist laut Silz der Vapiano-Bestseller „Pasta Carbonara“ auch in muslimischen Ländern so erfolgreich, weil der Schweinespeck durch Rinderspeck ersetzt wird. Im Prinzip aber, sagt Silz, komme Pasta und Pizza immer gut an - erst zwei Filialen seien wieder geschlossen worden, aus standortspezifischen Gründen. Grund genug, auch in diesem Jahr einen Aufwärtstrend zu prognostizieren: Das Umsatzziel für Deutschland, wo Vapiano derzeit 43 Restaurants betreibt, liegt bei 150 Millionen Euro.

Quelle: F.A.Z.

 
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Veröffentlicht: 27.03.2011, 06:25 Uhr

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