18.08.2005 · Zwei Mitarbeitern der Deutschland-Zentrale von Ikea wird vorgeworfen, von mehreren Baufirmen geschmiert worden zu sein. Auch ein Bauunternehmer aus Nordrhein-Westfalen wurde verhaftet.
Nach mutmaßlichen Schmiergeldzahlungen beim schwedischen Möbelhaus Ikea in Deutschland sind während einer bundesweiten Razzia drei Verdächtige verhaftet worden.
Zwei Bauleitern der Deutschland-Zentrale im hessischen Wallau und einem Bauunternehmer aus Nordrhein-Westfalen wird Bestechung bei der Vergabe von Aufträgen vorgeworfen, wie die Frankfurter Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte. Zwei der drei Beschuldigten hätten in Untersuchungshaft Teilgeständnisse abgelegt. Insgesamt gebe es 15 bis 20 Verdächtige.
600.000 Euro Schmiergeld?
„Den Bauleitern wird vorgeworfen, von mehreren Baufirmen Geld- und Sachleistungen angenommen zu haben“, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Doris Möller-Scheu. Bei einem 56 Jahre alten Bauleiter gehe es um 600.000 Euro, sein 48 Jahre alter Kollege soll 60.000 bis 70.000 Euro Schmiergeld angenommen haben. Dem 44jährigen Bauunternehmer wird vorgeworfen, Ikea-Mitarbeiter bestochen zu haben, um an Aufträge zu kommen. „Der Unternehmer und der 48 Jahre alte Bauleiter haben Teilgeständnisse abgelegt“, sagte Möller-Scheu.
Bei ihren Korruptionsermittlungen nimmt die Staatsanwaltschaft die Jahre 2000 bis 2005 unter die Lupe. Außer der Deutschland-Zentrale des Möbelriesen durchsuchten die Ermittler in dieser Woche 21 Büros und Privathäuser in Bremen, Hamburg, Düsseldorf und in der Oberpfalz.
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