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Schadenersatzforderung M&T-Bank verklagt Deutsche Bank wegen Anleiheverlusten

17.06.2008 ·  Eine große amerikanische Regionalbank hat die Deutsche Bank wegen Verlusten mit komplexen Schuldverschreibungen verklagt, die in der Finanzkrise massiv an Wert verloren haben. Die M&T Bank fordert Schadenersatz von mehr als 100 Millionen Dollar.

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Eine große amerikanische Regionalbank hat die Deutsche Bank wegen Verlusten mit komplexen Schuldverschreibungen (CDOs) verklagt, die in der Finanzkrise massiv an Wert verloren haben. Die M&T Bank fordert von Deutschlands größtem Geldhaus und dem Hedgefonds HBK Investments Schadenersatz von mehr als 100 Millionen Dollar.

Die Beklagten hätten die „Collateralized Debt Obligations“ (CDO) bei der Vermarktung auf betrügerische Weise als „sicher, unbedenklich und nahezu risikofrei“ beschrieben, hieß es in der am Montagabend beim Obersten Gericht des Bundesstaates New York eingereichten Klage. Ein Sprecher der Deutschen Bank in Frankfurt lehnte zunächst einen Kommentar ab. HBK war nicht erreichbar. Für die Deutsche Bank ist dieser Rechtsstreit bereits mindestens der dritte, in den sie wegen CDO-Geschäften verwickelt ist.

Warren Buffett als Aktionär

Die M&T Bank fordert zudem die Rückerstattung erlittener Verluste von 82 Millionen Dollar und des ursprünglichen Kaufpreises für die Papiere. Das Institut zählt den Versicherungskonzern Berkshire Hathaway des Milliardärs Warren Buffett zu seinen größten Aktionären.

In der vor einem Jahr ausgebrochenen Finanzkrise haben komplexe Schuldverschreibungen, die oft mit amerikanischen Hypothekenkrediten besichert sind, kräftig an Wert eingebüßt. Ein Großteil der fast 400 Milliarden Dollar an Abschreibungen in den Bankbüchern weltweit geht auf Verluste bei CDOs zurück. Viele besonders kleinere Institute versuchen nun auf dem Klageweg, Kompensationen von den Verkäufern zu bekommen.

Die Deutsche Bank und HBK Investments hätten den Ratingagenturen auch Informationen zu den CDOs vorenthalten und so bessere Bonitätsnoten dafür bekommen, heißt es in der Klage. Bei einer schlechteren Bewertung wären die Papiere im Februar 2007 von der M&T Bank nicht gekauft worden, erklärte das Institut.

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Von Heike Göbel

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