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Satelliten-Navigation Galileo kostet bis zu drei Milliarden Euro

10.05.2007 ·  Die Industrie hat es abgelehnt die Risiken des Großprojekts in privater Regie zu tragen. Jetzt muss der Steuerzahler ran, wenn Galileo nicht Scheitern soll. Die Rettung wird teurer als geplant.

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Die Rettung des europäischen Satelliten -Navigationssystems Galileo wird teurer als geplant. Aus dem EU-Budget sollen zwei bis drei Milliarden Euro fließen, sagte EU-Transportkommissar Jacques Barrot dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe) in Paris. Bisher war von 1,7 Milliarden Euro die Rede. Außerdem soll die EU die Risiken bei Bau und Stationierung von 30 Satelliten übernehmen. Die Industrie hatte es abgelehnt, Kosten und Risiken in privater Regie zu tragen.

An diesem Donnerstag endet ein Ultimatum der EU an das Galileo-Konsortium. Wegen der Mehrkosten werde sich wohl auch der EU-Gipfel im Juni mit Galileo beschäftigen, sagte Barrot. Ohne öffentliche Hilfe ist das Konkurrenzprojekt zum amerikanische System GPS zum Scheitern verurteilt.

Betreiberkonsortium will klare Zuständigkeiten

Das Betreiberkonsortium und der Generalunternehmer drängen auf klare Zuständigkeiten. „Wenn Deutschland als größter EU-Beitragszahler eine Führungsrolle übernimmt, wäre das hilfreich“, sagte Jürgen Ackermann, Chef des Galileo-Generalunternehmers Esnis dem „Handelsblatt“. Das Gemeinschaftsunternehmen der europäischen Satellitenhersteller baut derzeit Testsysteme. „Unsere Zulieferer brauchen noch in diesem Jahr Folgeaufträge, sonst ist der Zeitplan in Gefahr“, sagte Ackermann. Zugleich wendet sich Esnis gegen eine stärkere Einflussnahme der europäischen Weltraumagentur Esa. „Sollte die Struktur verändert werden, drohen weitere erhebliche Verzögerungen“, sagte Ackermann.

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Von Holger Steltzner

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