http://www.faz.net/-gqe-92ydz

SAP-Chef im Interview : „Wir können der wertvollste Softwarekonzern der Welt sein“

Bill McDermott leitet das deutsche IT-Vorzeigeunternehmen SAP. Bild: EPA

SAP-Chef Bill McDermott spricht im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über seine Zuversicht, den Firmensitz und wieso er keine Angst hat vor Künstlicher Intelligenz.

          SAP ist Deutschlands IT-Vorzeigeunternehmen. Und ein Unternehmen, das seine Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft hat – zumindest gemessen an der Zuversicht seines Vorstandsvorsitzenden. „Wir können auch eine Marktkapitalisierung von 300 Milliarden Euro erreichen“, sagt der aus den Vereinigten Staaten stammende Bill McDermott im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Das wäre eine glatte Verdreifachung gegenüber dem derzeitigen Wert.

          Bernd  Freytag

          Wirtschaftskorrespondent Rhein-Neckar-Saar mit Sitz in Ludwigshafen.

          Und er fügte bekräftigen hinzu: „Ich sehe nicht, warum wir dieses Niveau nicht erreichen sollten. Unsere Kunden sind zufrieden und loyal, wir sind innovativer als alle anderen Softwareunternehmen, wir wachsen überall auf der Welt.“

          Tim Cook im Interview: „Hoffentlich seid ihr stolz auf euch“

          SAP habe ein ganzes Arsenal an guten Ideen, das bald auf den Markt komme. Der schleichenden Angst, der ohnehin stark amerikanisierte Konzern aus Walldorf könne wegen der Steuersenkungspläne von Donald Trump seinen Hauptsitz nach Amerika verlegen, tritt McDermott hingegen entschieden entgegen. Das Unternehmen könne zwar in Amerika im Zweifel erheblich Steuern sparen. Aber SAP sei ein globales Unternehmen mit Sitz in Deutschland und stolz auf seine deutschen Wurzeln. „Wir werden den Firmensitz nicht verlegen.“

          Zum Voranschreiten der Digitalisierung und zumal der Künstlichen Intelligenz, vor denen zumal der Technologieunternehmer Elon Musk schon wiederholt warnte, äußerte sich McDermott gelassen: „Lassen Sie es mich so sagen: Künstliche Intelligenz und unsere Plattform Hana könnten Tesla helfen, die Produktivitätsprobleme in den Griff zu bekommen und seine Marge anzuheben. Wenn wir über Künstliche Intelligenz und deren Einfluss auf künftige Generationen sprechen, müssen wir auch darüber sprechen, dass künftige Generationen Autos brauchen.“

          Künstliche Intelligenz werde nach dem Menschen helfen, mit ihm kooperieren und ihm so mehr Zeit lassen für Kreativität. „Für wirklich wichtige Dinge“, meint der Manager.

          Das vollständige Interview lesen Sie auf F.A.Z. PLUS.

          Quelle: FAZ.NET

          Weitere Themen

          Augen auf, Google guckt

          Künstliche Intelligenz : Augen auf, Google guckt

          Da staunt der liebe Doktor: Google bringt seinen Maschinen bei, Herzrisiko-Patienten mit einem Blick ins Auge zu identifizieren. Dabei erfährt der Raucher, dass er raucht – und was das intelligente Doktorspiel sonst so leistet. Eine Glosse.

          Bengalos in Athen Video-Seite öffnen

          Nach Streikrecht-Einschränkung : Bengalos in Athen

          In Athen ist nach Verabschiedung einiger Reformen ein Protest ausgebrochen, an dem über 10.000 Menschen teilgenommen haben. Ziel des griechischen Parlaments ist weitere internationale Kredite sichern zu können.

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.