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Sanierung oder Verkauf? Blackstone erwägt Gebot für Chrysler

06.03.2007 ·  Daimler hat bekanntlich ein Problem: Chrysler. Konzernchef Zetsche glaubt nach wie vor an eine Sanierung, schließt einen Verkauf aber nicht aus. Angeblich prüft jetzt der Finanzinvestor Blackstone ein Angebot für den Autobauer.

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Der Finanzinvestor Blackstone prüft Kreisen zufolge ein Übernahmeangebot für den verlustreichen amerikanischen Autobauer Chrysler.

Blackstone sei auf den Mutterkonzern Daimler-Chrysler zugegangen, der ihm zur Vorbereitung eines möglichen Angebots Einblick in die Bücher gewährt habe, sagte eine mit der Lage vertraute Person am Dienstag. Es sei aber nicht sicher, dass Blackstone wirklich bieten werde.

GM-Chef Wagoner will sich nicht äußern

Einem Bericht der Zeitung „Detroit News“ zufolge haben sich auch Vertreter des Finanzinvestors Cerberus mit dem Chrysler-Management getroffen, um über eine mögliche Übernahme zu sprechen. Vertreter von Blackstone wollten sich im Laufe der Woche mit Chrysler-Managern treffen. Blackstone wollte sich zu den Angaben nicht äußern.

Finanzinvestoren waren von Anfang an als Interessenten für Chrysler gehandelt worden. Ein detaillierter Verkaufsprospekt soll Kreisen zufolge in Kürze fertig gestellt werden - der erste Schritt zu einem Verkauf, der die 1998 als „Hochzeit im Himmel“ apostrophierte Fusion von Daimler-Benz und Chrysler wieder rückgängig machen würde.

Der Chef von General Motors, Rick Waggoner, wollte sich in Genf nicht dazu äußern, ob auch GM für den Rivalen bieten werde. Kreisen zufolge hat es bereits erste Gespräche über einen Kauf oder eine Art Allianz gegeben.

Zetsche glaubt an den Sanierungsplan

Daimler-Chrysler-Chef Dieter Zetsche, der einen Verkauf der amerikanischen Tochterfirma ins Spiel gebracht hatte, drängte in Genf auf rasche Beschlüsse. Er glaube an den jüngsten Sanierungsplan, der Chrysler 2008 in die Gewinnzone führen und ab 2009 eine Umsatzrendite von 2,5 Prozent ermöglichen soll, sagte er. „Wir werden nicht bis zum Jahr 2009 warten, um zu Entscheidungen zu kommen“, sagte Zetsche. Chrysler will 13.000 Stellen streichen.

Der Daimler-Chrysler-Chef hatte im Februar nach dem dritten Jahresverlust von Chrysler seit der 1998 vereinbarten Fusion mit Daimler-Benz angekündigt, alle Optionen für Chrysler zu prüfen. Damit sollen die Aussichten der amerikanischen Tochter und des Konzerns verbessert werden.

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31.05.2012 14:40 Uhr
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