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Rußland Dresdner kauft ein Drittel der Gasprombank

07.12.2005 ·  Die Dresdner Bank übernimmt nach Angaben der Gasprombank für umgerechnet rund 680 Millionen Euro etwa ein Drittel an dem russischen Geldhaus. Die Allianz-Tochter will aber damit wohl kein längerfristiges Engagement verbinden.

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Die Allianz-Tochter Dresdner Bank übernimmt nach Angaben der Gasprombank etwa ein Drittel an dem russischen Geldhaus.

Das Frankfurter Institut werde für etwa 800 Millionen Dollar 6,7 Millionen neue Aktien der Gasprombank übernehmen, teilten die Russen, die bislang komplett vom Gasmonopolisten Gasprom kontrolliert werden, am Mittwoch mit. Die Transaktion solle Anfang 2006 abgeschlossen werden. Zugleich faßt das Geldhaus einen Börsengang ins Auge: “Die Kapitalerhöhung wird die Vorbereitungen für ein mittelfristiges Initial Public Offering (IPO) der Gasprombank in Rußland und an den internationalen Kapitalmärkten unterstützen.“

„Kein strategische Interesse“

Die Dresdner Bank selbst wollte sich nicht zu der Transaktion äußern und verwies auf ihre Investmentbank-Tochter Dresdner Kleinwort Wasserstein (DrKW). Diese teilte mit: “Wir befinden uns derzeit in Gesprächen mit der Gasprombank hinsichtlich der möglichen Übernahme einer Beteiligung an dem Institut als Teil des Vorbereitungsprozesses für einen IPO.“

Ein DrKW-Sprecher ergänzte, ein Einstieg, der ohne Risiko für die Bank sei, erfolge ohne wirtschaftlich langfristige Motivation. “Wir haben kein strategisches Interesse.“ Damit dürfte es sich eher um ein Finanzinvestment handeln, das zudem Voraussetzung für die Federführung im emissionsbegleitenden Bankenkonsortium sein könnte.

Gasprombank teilte indes weiter mit, das Geldhaus werde auch künftig integraler Bestandteil des Mutterkonzerns bleiben. Gasprom ist das größte Gasunternehmen der Welt und gemessen an der Marktkapitalisierung der größte russische Konzern.

Die Transaktion ist nur ein weiterer Schritt der Zusammenarbeit zwischen der Dresdner Bank und Gasprom. Das Geldhaus hatte den Gaskonzern erst vor kurzem bei der 13 Milliarden Dollar schweren Übernahme der russischen Ölfirma Sibneft federführend beraten. Es handelte sich dabei um die größte Übernahme in dem Land.

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Von Heike Göbel

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