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Rüstungsindustrie Die Hubschrauber-Affäre erreicht immer mehr Länder

 ·  Die indische Luftwaffe hat einst zwölf Hubschrauber in Europa gekauft. Nun kommt eine Bestechungsaffäre ans Licht, die mehrere Länder und zahlreiche ranghohe Politiker betrifft. Indien will nun den Hubschrauber-Auftrag stornieren.

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Torsten Krause
Torsten Krause (tkrause) - 16.02.2013 10:00 Uhr

Herr Kahner und Herr Uelli, Sie koennen sich ja mal mit den Strafakten von Siemens in Griechenland

befassen ... mit dem Unterschied, dass die Bestechungsgelder der deutschen Grossindustrie fuer oeffentliche Auftraege in GR, ueber die EU-Rettungsmechanismen, am Ende vom europaeischen Steuerzahler bezahlt werden. Meinen Sie KMW oder Rheinmetall verkaufen in Arabien nur, weil die Produkte so unuebertrefflich sind ? Ich glaube nicht, dass es in diesen Laendern, weder in der Waffentechnik noch im Anlagenbau, Auftraege gibt, die nicht durch grosszuegige lokale Service-Vertraege gestuetzt sind, so ist das Leben. Finmeccanica koennte ja auch Kochtoepfe und Fahhrraeder produzieren, um seine Arbeiter in Beschaeftigung zu halten ... aber das koennen die Asiaten wirklich billiger.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.02.2013 11:25 Uhr
Thorsten Kahner

natürlich haben Sie Recht!

Ich will mich auch gar nicht als Bewohner eines blütenweißen, korruptionsfreien Wirtschaftswunderlands positionieren. Ich bin mir sicher, dass es deutsche Firmen gibt, die gerade JETZT dabei sind, sehr kreativ ihre Chancen bei Auslandsgeschäften zu verbessern.

Dennoch denke ich nicht, dass deutsche CEOs wie Winterkorn, Reitzle, McDermot, Obermann & Co sich hinstellen und sowohl den Standpunkt vertreten, dass die deutsche Wirtschaft ohne aktive Unterstützung der Korruption keine Chance hat oder dass man Steuersündern Generalamnestie gibt - zwei Umstände, die eng miteinander verwandt sind.

Und auch der von Ihnen indirekt erwähnte Siemens-CEO Löscher wird dies nicht fordern sondern auf seine Corporate Governance Richtlinie verweisen. Und wir können hier auch gerne die unrühmliche Rolle von EADS in Saudi Arabien hinzufügen.

Am Ende haben sich nämlich IMMER einige wenige die Taschen bereichert, die weder Lieferant noch Abnehmer sind, die dann selbst aber auch einem Schaden sitzen bleiben

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Thorsten Kahner

Eine erstaunlich ehrliche Einschätzung Berlusconis

Zitat: "In Ländern der Dritten Welt seien Bestechungsgelder für Aufträge nichts Ungewöhnliches."
Ich hätte nicht gedacht, dass Berlusconi Italien so eindeutig als Land der Dritten Welt einstuft. Aber er muss es ja nun wissen. Er hat ja nicht unwesentlich dazu beigetragen.

Folgt man seiner Logik, dann ist auch die Mafia ein italienischer Wirtschaftsfaktor, der sich in der Welt verbreiten soll, solange diese ihre Gewinne in Italien versteuert - na ja, wenigstens ein paar, denn B. verspricht im Falle einer Wiederwahl Steuersündern ja Amnestie.

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Marcel Uelli
Marcel Uelli (CHer) - 16.02.2013 08:44 Uhr

„In Ländern der Dritten Welt seien Bestechungsgelder für Aufträge nichts Ungewöhnliches“

Da frage ich mich, gehört wohl Italien auch dazu?

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Franz Darmstadt

Hatten wir doch...

...schon mal: Der MV Agusta Deal, bei dem der Nato Generalsekretär Willy Claes 1995 zurücktreten musste und die Belgischen Sozialdemokraten ziemlich dumm ausgesehen haben! Also: 'Im Westen nix Neues!'

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Torsten Krause
Torsten Krause (tkrause) - 15.02.2013 22:14 Uhr

nein, die Inder haben keine 12 Helikopter gekauft, die haben in 2010 nur 12 Helikopter bestellt; die

Inder haben die ersten 3 Exemplare, in 2012 geliefert, nicht abgenommen, weil sie die vereinbarte Flughoehe nicht erreicht haben; Indien hat auch noch keine Zahlung geleistet -Nichts gegen die italienische Justiz, aber bei allem ueber die Medien verbreitetem Gequatsche ist sie eines Nachweises schuldig geblieben: Der tatsaechlich erfolgten Zahlung oder Bestechung, an wen auch immer; Die Justiz verbreitet Unmengen von Abhoerprotokollen ueber die Medien, aber das sind immer nur - wenn ueberhaupt - Interessensbekundungen, kein Hnweis auf tatsaechliche Zahlungen. Wo ist denn nun tatsaechlich Geld geflossen ? Finmeccanica ist jedenfalls schwer geschaedigt, die Beziehungen Italien-Indien auch, und Sikorski und die USA freuen sich am Ende ueber die italienischen Justiz-Toelpel.

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Jahrgang 1960, Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

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