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Veröffentlicht: 06.02.2014, 16:36 Uhr

Rüstung Briten zeigen Tarnkappen-Kampfdrohne

Während in Deutschland noch über Kampfdrohnen diskutiert wird, zeigt der britische Hersteller BAE Systems seinen Prototypen. Für Radargeräte ist er unsichtbar.

© BAE-Systems Europas Kampfdrohne: Taranis

Die Zukunft der Luftfahrt ist unbemannt, heißt es seit langem in der Nato. Das gilt auch für bewaffnete Systeme. Während in Deutschland noch intensiv über das Für und Wider von Kampfdrohnen diskutiert wird, arbeitet der britische Rüstungskonzern BAE Systems derzeit an einem Unmanned Combat Aircraft (UCAV), das für Radargeräte unsichtbar sein soll.

Details über die Drohne werden vom Hersteller unter Verschluss gehalten. Bekannt war bislang, dass  die zwölf Meter lange Tarnkappen-Drohne den Namen Taranis trägt. Das britische Verteidigungsministerium gab im Oktober 2013 zudem den erfolgreichen Start eines Demonstrators bekannt.

Nun hat BAE Systems ein Video veröffentlicht, dass den Demonstrator beim Flug zeigt. Der Erstflug, heißt es von Herstellerseite, sei am 10. August 2013 erfolgt und habe 15 Minuten gedauert. In dem kurzen Film, der Taranis im Flug zeigt, fallen auf den ersten Blick grobe Ähnlichkeiten mit bemannten Tarnkappenflugzeugen wie dem amerikanischen Bomber B-2 sowie dem F-117A „Nighthawk“ auf. Weniger hingegen mit amerikanischen Kampfdrohnen wie die MQ-1 „Predator“ oder die MQ-9 „Reaper“, die eher wie große Modellflugzeuge aussehen und schon häufig zur Bekämpfung von Terroristen rund um den Globus eingesetzt worden sind. Wo der Erstflug stattgefunden hat, wurde von Herstellerseite nicht erwähnt. Laut Informationen der „Welt“ gehen Branchenkreise aber davon aus, dass er in Australien vollzogen wurde.

Laut Angaben von BAE Systems sollen in die Entwicklung und den Flug des Demonstrators bislang rund 220 Millionen Euro investiert worden sein.

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