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Rüsselsheim Opelaner demonstrieren für ihre Jobs

26.02.2009 ·  Opel, Vauxhall und Saab: Tausende Mitarbeiter der europäischen GM-Töchter demonstrieren in ganz Europa für den Erhalt ihrer Jobs. In Rüsselsheim kamen rund 15.000 Menschen. Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier sagte, eine Rettung von Opel sei machbar - warnte aber zugleich vor Alleingängen einzelner Standorte.

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Mit einer Großkundgebung in Rüsselsheim haben am Donnerstag die europaweiten Proteste der Beschäftigten von Opel, Saab und Vauxhall für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze begonnen. Die zum General-Motors-Konzern gehörenden Automarken sind wegen der drohenden Pleite der Konzernmutter akut gefährdet.

Zum Aktionstag sind an allen europäischen Produktionsstätten Proteste geplant. Die insgesamt rund 50.000 Beschäftigten der drei zum kriselnden General-Motors-Konzern gehörenden Automarken wollen damit an verschiedenen Orten auf die Lage ihrer Firmen aufmerksam machen und staatliche Hilfen fordern.

Steinmeier: „Wir haben gute Karten“

Bei der zentralen Kundgebung am Opel-Stammsitz in Rüsselsheim hat SPD-Kanzlerkandidat Frank- Walter Steinmeier den Opel-Mitarbeitern seine Unterstützung zugesagt. „Wir wissen noch nicht, wie dieser Kampf ausgeht, aber wir haben gute Karten“, erklärte der Politiker vor rund 15.000 Menschen. Eine Rettung sei aber nur im europäischen Maßstab machbar: „Jeder Alleingang eines einzelnen Standorts wäre zum Scheitern verurteilt“, sagte Steinmeier, „wir brauchen mindestens fünf europäische Länder am Tisch.“

Opelaner demonstrieren für ihre Jobs

GM habe lange viel und gut mit Opel verdient, sagte Steinmeier: „Die europäischen Standorte jetzt wie eine ausgepresste Zitrone wegzuwerfen, das wäre unanständig“.

Guttenberg: GM liefert zu wenig Informationen

Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat unterdessen den Opel-Mutterkonzern General Motors heftig kritisiert. Er warf dem amerikanischen Autobauer vor, zu wenig Informationen über das Zukunftskonzept für Opel zu liefern. Bisher hätten potenzielle Investoren und auch die Bundesregierung nicht einmal ansatzweise eine Ahnung davon, wohin der Konzern überhaupt wolle, kritisierte Guttenberg am Donnerstag in Berlin. Er forderte rasch die Vorlage eines Sanierungsplans, der die nötige konzeptionelle Tiefe aufweise.

Zu einem möglichen Einstieg von Bund und Ländern bei Opel sagte der Wirtschaftsminister, dies stehe bei den Optionen nicht an erster Stelle. Auch andere Maßnahmen wie Bankkredite oder das Engagement von Investoren müssten geprüft werden, die den Finanzbedarf bei Opel decken könnten. Guttenberg kündigte an, sobald ein Konzept vorliege, noch am Freitag, spätestens am Samstag mit den Spitzen der Opel- Länder Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen zusammen zu kommen.

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