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Rückzug der Deutschen Bank Postbank-Verkauf steht auf der Kippe

19.08.2008 ·  Berichte über einen Abbruch der Verkaufsgespräche haben die Aktie der Postbank auf Talfahrt geschickt. Wie aus Finanzkreisen verlautete, hat sich auch die Deutsche Bank aus den Verhandlungen mit dem Mutterkonzern Deutsche Post verabschiedet.

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Berichte über einen Abbruch der Verkaufsgespräche haben die Aktie der Postbank am Dienstag auf Talfahrt geschickt. Wie aus Finanzkreisen verlautete, hat sich auch die Deutsche Bank aus den Verhandlungen mit dem Mutterkonzern Deutsche Post verabschiedet. Zuvor sollen bereits mehrere ausländische Interessenten wie Lloyds TSB den Rückzug angetreten haben. Mangels Bietern liege der Verkaufsprozess praktisch auf Eis, hieß es. Am Nachmittag weiteten sich die Verluste der Postbank-Aktie auf rund 6 Prozent aus. Auch die Aktien der Deutschen Post gaben um gut 3 Prozent nach.

Die Deutsche Post wollte einen Abbruch des Verkaufsprozesses nicht bestätigen. „Wir verhandeln. Daran hat sich nichts geändert“, sagte eine Sprecherin. Es gebe weiterhin mehrere Interessenten. „Diese kommen aus dem In- und Ausland“, so die Sprecherin. Vorstandschef Frank Appel hatte allerdings schon am Wochenende angedeutet, dass die Verhandlungen nicht vorankommen. Bis zu einer endgültigen Entscheidung werde es „nicht mehr ewig dauern“. Das Problem sei, „dass es wegen der Finanzkrise derzeit sehr wenige gibt, die sich die Postbank leisten könnten“, so Appel.

Nicht „unter Wert“ verkaufen

Die Deutsche Post, der noch 50 Prozent plus eine Aktie der Postbank gehören, hatte zunächst mit einem Gesamtwert ihrer Tochtergesellschaft von wenigstens 10 Milliarden Euro kalkuliert. Nach den Kurseinbußen der vergangenen Wochen bewertet die Börse die Postbank derzeit aber nur noch mit 6,6 Milliarden Euro. Appel hat stets betont, die Bank nicht „unter Wert“ zu verkaufen.

Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte die Gerüchte über einen Abbruch der Verhandlungen nicht kommentieren. Die Deutsche Bank hat stets betont, dass sich jede Übernahme für sie „rechnen“ müsse. So war sie auch bei dem Bietgefecht um das Privatkundengeschäft der deutschen Citibank ausgestiegen. Auch die Verhandlungen zwischen der Allianz und der Commerzbank über den Verkauf der Dresdner Bank scheinen ins Stocken geraten zu sein. Ein Grund dafür ist, dass die Bankenkrise die Bewertung von Finanzinstituten schwierig macht und die Kurse vieler Bankaktien stark gedrückt hat.

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