02.02.2010 · Der Rückversicherer Münchener Rück hat 2009 einen hohen Milliardengewinn eingefahren. Das Konzernergebnis wuchs auf 2,56 Milliarden Euro von 1,58 Milliarden im Jahr davor, wie der Dax-Konzern mitteilte. Die Dividende soll von 5,50 auf 5,75 Euro wachsen.
Die Münchener Rück, größter Rückversicherer der Welt, hat ihren Gewinn 2009 dank der Erholung an den Kapitalmärkten und ungewöhnlich wenigen Naturkatastrophen kräftig gesteigert. Der Überschuss legte im vergangenen Jahr auf 2,56 Milliarden Euro zu, nach 1,58 Milliarden im Jahr davor, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Damit wurden die Erwartungen von Analysten übertroffen, die im Schnitt einen Gewinn von 2,39 Milliarden Euro prognostiziert hatten. Auch die eigenen Prognosen von 2,2 bis 2,5 Milliarden Euro Nettogewinn hat der Dax-Konzern geschlagen. 2010 will der Vorstand erneut über zwei Milliarden Euro verdienen, was Experten als realistisch ansehen. An der Börse legten die Aktien kurz nach Handelsbeginn um 1,2 Prozent zu.
An der starken Gewinnentwicklung will der Rückversicherer auch seine Aktionäre teilhaben lassen. Deshalb soll die Dividende um 25 Cent auf 5,75 Euro je Anteilsschein angehoben werden. Die Münchener Rück steckt seit Jahren hohe Summen in Dividenden und Aktienrückkäufe - von Ende 2006 bis zum Frühjahr 2010 werden es voraussichtlich rund neun Milliarden Euro sein. Daran ist Branchenkennern zufolge auch der amerikanische Starinvestor Warren Buffett interessiert. Der 79-Jährige ist im Januar zum wichtigsten Eigentümer der Münchener Rück avanciert. Über Aktien und Optionen hat er Zugriff auf mehr als fünf Prozent der Stimmrechte.
Zum Buffett-Imperium gehören auch die Rückversicherer General Re sowie eine Beteiligung an der Swiss Re. Sie sind die beiden größten Rivalen der Münchener Rück. Buffett hat sich bislang nicht zu seinen Plänen seines jüngsten Engagements geäußert.
„Ein gutes Jahr“
Münchener-Rück-Finanzchef Jörg Schneider sprach von einem guten Jahr. Die angestrebte Rendite von 15 Prozent auf das Risikokapital sei leicht übertroffen worden. Dank geringerer Abschreibungen stieg das Kapitalanlageergebnis um gut ein Drittel auf 7,9 Milliarden Euro. Allerdings kalkuliert die Münchener Rück - mit 182 Milliarden Euro einer der weltgrößten Investoren - wegen der niedrigen Zinsen 2010 mit einer mageren Rendite von deutlich unter vier Prozent. 2009 brachte das Portfolio noch 4,3 Prozent. Schneider hat fast alle Gelder in festverzinsliche Papiere gesteckt, Aktien halten die Münchner nur noch in kleinen Beständen.
Den Löwenanteil zum Konzerngewinn trug die Kernsparte Rückversicherung bei, die mit Problemen kämpfende Erstversicherungstochter Ergo kommt aber dank eines ordentlichen vierten Quartals langsam in Schwung. Insgesamt stieg das Ergo-Ergebnis auf 173 (Vorjahr 73) Millionen Euro, davon kamen 100 Millionen aus dem Schlussquartal. Die Münchener Rück will die Düsseldorfer Tochter von der Börse nehmen und musste zuletzt deren mittelfristige Ziele kassieren.
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| Name | Kurs | Prozent |
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