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Rückrufaktion in Deutschland 10.000 Autos allein bei Peugeot Citroën

01.02.2010 ·  Noch immer sind keine Details darüber bekannt geworden, wie viele Autos Toyota wegen klemmender Gaspedale in Deutschland zurückrufen wird. Doch der ebenfalls betroffene Hersteller PSA Peugeot Citroën nennt jetzt Details: 10.000 Autos sind hierzulande allein bei Peugeot Citroën betroffen.

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Noch immer sind keine Details darüber bekannt geworden, wie viele Autos Toyota wegen klemmender Gaspedale in Deutschland zurückrufen wird. Das Unternehmen PSA Peugeot Citroën, das ebenfalls von den Problemen betroffen ist, hat nun hingegen Details genannt: Von der Rückrufaktion von PSA Peugeot Citroën sind in Deutschland rund 10.000 Autos betroffen. Der französische Konzern ist durch Kooperationen in die Toyota-Probleme verstrickt. Denn die Autos haben dieselben Schwierigkeiten mit dem Gaspedal wie der baugleiche Toyota Aygo und stammen aus demselben Werk in Tschechien. Toyota ruft auf der ganzen Welt Millionen Autos in die Werkstätten wegen der Gefahr klemmender Gaspedale.

Bei den Franzosen handelt es sich zum einen um den Citroën C1, und zwar ausschließlich um Benziner, die mit einem Elektronischen Stabilitätsprogramm (ESP) ausgerüstet sind, sagte ein Sprecher von Citroën Deutschland am Montag der dpa in Köln. Das seien 5568 Stück, und damit weniger als zehn Prozent der in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge dieses Typs. Zurückgerufen werden außerdem 4384 Peugeots des Typs Peugeot 107, wie ein Unternehmenssprecher in Saarbrücken sagte.

PSA Peugeot Citroën hatte zuvor in Paris bekanntgegeben, dass europaweit 97.000 Kleinwagen der Typen Peugeot 107 und Citroën C1 in die Werkstätten zurückgerufen werden. Die meisten seien auf den großen Automärkten wie Deutschland, Großbritannien oder Italien verkauft worden (siehe auch: Nach Toyota ruft auch Peugeot Citroen Autos zurück).

Der japanische Autobauer Toyota ruft wegen der Gefahr klemmender Gaspedale in Europa insgesamt 1,8 Millionen Fahrzeuge der Modelle Aygo, iQ, Yaris, Auris, Corolla, Verso, Avensis und RAV4 zurück. Konkrete Zahlen für Deutschland liegen bislang noch immer nicht vor.

Toyota-Präsident Akio Toyoda hat sich bei den Kunden seines Unternehmens für den Rückruf von Millionen fehlerhafter Autos auf der ganzen Welt entschuldigt. Toyota hat mittlerweile insgesamt fast acht Millionen seiner Fahrzeuge zurückgerufen. Bei den Autos besteht die Gefahr, dass sie unbeabsichtigt beschleunigen. Grund ist ein fehlerhaftes Gaspedal vom amerikanischen Zulieferer CTS. 2,3 Millionen Fahrzeuge werden in den Vereinigten Staaten zurückgerufen, 270.000 in Kanada, 1,8 Millionen in Europa, 75.552 in Europa. In einer separaten Rückrufaktion hat Toyota zusätzlich 5,35 Millionen Fahrzeuge in den Vereinigten Staaten und 200.000 in Kanada zurückgerufen. Bei diesen Autos besteht die Gefahr, dass sich die Fußmatten lösen und das Gaspedal einklemmen können. Davon haben etwa 2,1 Millionen Fahrzeuge zudem das fehlerhafte CTS-Gaspedal. Insgesamt sind damit 7,7 Millionen Fahrzeuge von den technischen Problemen betroffen. Dies entspricht fast einer ganzen Jahresproduktion von Toyota. Der Rückruf könnte sich noch in den Nahen Osten, Südamerika und Afrika ausweiten. Japan ist nicht betroffen.

Toyota: Haben mittlerweile eine Lösung gefunden

Toyota hat unterdessen mitgeteilt, eine Lösung für seine klemmenden Gaspedale gefunden zu haben. Noch in dieser Woche werde mit der Reparatur der 2,3 Millionen betroffenen Fahrzeuge in den Vereinigten Staaten begonnen, teilte Toyota am Montag im kalifornischen Torrance mit. Die nötigen Teile seien bereits auf dem Weg zu den Händlern, die Schulungen der Mechaniker liefen an.

Bei der Reparatur wird ein Bauteil eingesetzt, das die Reibung des Pedals reduzieren soll. Toyota verspricht, dass damit das Problem behoben ist, dass das Gaspedal in der gedrückten Stellung festhängen bleiben kann. Bereits in der vergangenen Woche hatte der Zulieferer CTS damit begonnen, überarbeitete Gaspedale an die Toyota-Fabriken zu liefern. In dieser Woche steht die Produktion still, um die Teile einzupassen.

Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat unterdessen mit einer Sicherheitsüberprüfung von Toyota-Fahrzeugen begonnen. Techniker der Behörde untersuchen, ob durch klemmende Gaspedale die Fahrzeugsicherheit gefährdet ist, wie Sprecher Stephan Immen am Montagmorgen in Flensburg mitteilte. Das könne beispielweise der Fall sein, wenn sich ein Auto mit verklemmtem Pedal nicht mehr anhalten ließe, sagte er. Unabhängig vom Ausgang der Untersuchung bereitet sich das Amt auf die geplante Rückrufaktion vor. Toyota habe dem Amt bereits die betroffenen Modelle genannt. Für die Rückrufaktion fehlen aber noch die betroffenen Fahrgestellnummern, die Toyota nachliefern muss, wie der Sprecher sagte. „Dann ermittelt das KBA die Halter der betroffenen Modelle“, sagte Immen. Die Halter würden dann entweder von Toyota oder vom KBA angeschrieben.

Nach Angaben von Toyota-Deutschland aus Köln geht es um die folgenden Modelle mit den genannten Produktionszeiträumen:

- Aygo (Februar 2005 August 2009)
- iQ (November 2008 November 2009)
- Yaris (November 2005 September 2009)
- Auris (Oktober 2006 5. Januar 2010)
- Corolla (Oktober 2006 Dezember 2009)
- Verso (Februar 2009 5. Januar 2010)
- Avensis (November 2008 Dezember 2009)
- RAV4 (November 2005 November 2009)

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