http://www.faz.net/-gqe-7ftnz

Rohstoffunternehmen : K+S-Chef stemmt sich gegen den Absturz

Norbert Steiner Bild: obs

Der deutsche Rohstoffkonzern hat unlängst rund 40 Prozent seines Börsenwertes verloren. Vorstandschef Steiner macht Mut: „Wir sind sehr robust, da schwitzt man nicht bei jedem Sturm.“ Aus dem Dax könnte der Wert aber rausfliegen.

          Der Rohstoffkonzern K+S stemmt sich gegen den Absturz. „Die fundamentalen globalen Nachfragetrends sind intakt. K+S ist mit Düngemitteln und Salzen sehr robust. Da schwitzt man nicht bei jedem Sturm“, sagte der K+S-Vorstandsvorsitzende Norbert Steiner der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Georg Meck

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Viele Anleger an der Börse sehen das offenbar aber anders. Der Konzern hat seit Ende Juli zeitweise 40 Prozent seines Marktwertes verloren, nachdem Weltmarktführer Uralkali eine höhere Kali-Produktion sowie fallende Kali-Preise auf dem Weltmarkt angekündigt hatte. „Der Kali-Preis hat bislang nicht reagiert, noch ist alles Spekulation, Hypothese, reines Kopf-Kino“, erwidert Steiner nun darauf: „Wir bewegen uns in Was-wäre-wenn-Szenarien.“

          Zu den Kursturbulenzen, die inzwischen auch von der Finanzaufsicht untersucht werden, sagte er nur:  „Als Rohstoff-Unternehmen denken wir langfristig. Ob das alle Teilnehmer des Kapitalmarkts tun, lasse ich offen.“ Der Vorstandschef räumte ein, dass sein Konzern aus dem deutschen Standardwerteindex Dax fallen könnte. „Mit dem Verbleib im Dax wird es eng. Doch allein die Zugehörigkeit zu einem Index sagt nichts über die Qualität eines Unternehmens.“

          Wenn der Konzern am kommenden Dienstag (13.8.) seine Geschäftszahlen für das erste Halbjahr ablegt, werde Steiner voraussichtlich kein neues Gewinnziel nennen, berichtet die F.A.S. weiter. Die bisherige Prognose hatte Steiner aufgrund der Unsicherheiten am Kali-Markt aufgegeben.

          An seiner Strategie, ein neues Kaliwerk in Kanada zu bauen, lässt Steiner nicht rütteln: „Wir werden dieses wichtige Vorhaben aufgrund bloßer Spekulationen nicht in Frage stellen.“ Er gesteht freilich, dass die  „Kosten für den Bau höher sind als zunächst angenommen – auch aufgrund von Investitionen, die die Gesamtrentabilität verbessern“. Die Arbeiten seien aber planmäßig vorangeschritten.

          Quelle: F.A.S.

          Weitere Themen

          Auf der B1 von West nach Ost Video-Seite öffnen

          Deutschlandreise : Auf der B1 von West nach Ost

          Kurz vor der Bundestagswahl hat sich F.A.S.-Redakteurin Anna Steiner auf eine Reise quer durch Deutschland begeben, um herauszufinden, wie es den Menschen in unserem Land geht.

          Topmeldungen

          Bereits bei Wahlkampfauftritten der Kanzlerin hatte es in Sachsen massive Proteste gegen Merkel gegeben.

          AfD-Hochburg : Das macht ihnen Angst

          Nirgends ist die AfD so stark wie in Ostsachsen. Manche fühlen sich dort von der Politik vergessen. Doch das sind nicht nur zornige alte Männer.
          Arbeiter transportieren in Berlin ein CDU-Plakat ab.

          Ist Merkel schuld? : Bloß kein Scherbengericht in der CDU

          Die CDU drückt sich fürs Erste um eine tiefere Analyse ihres historisch schlechten Ergebnisses. Doch Merkels Partei steht nun vor riesigen Herausforderungen.

          Kanzlerkandidat a.D. : Noch schont die SPD Schulz

          Am Tag nach dem historischen Wahldebakel beginnt in der SPD die Suche nach Fehlern, Konsequenzen und Schuldigen. Auch wenn es keiner offen ausspricht, ist die Machtbasis von Ex-Kanzlerkandidat Schulz wacklig.
          „Epochale Herausforderungen“: Horst Seehofer am Montag in München

          Selbstverständnis der CSU : Ein Hauch von Kreuth

          Franz Josef Strauß hätte es geschüttelt angesichts des Zustands der CSU nach der Wahl. Die Partei ringt um Orientierung – und die Kritik an Horst Seehofers Kurs wächst.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.