01.07.2005 · Ein Liter Super kostete im Juni im Schnitt 121,7 Cent an der Zapfsäule, Diesel 106,9 Cent. Das ist ein neues Rekordhoch, wie der Mineralölwirtschaftsverband am Freitag mitteilte. Schuld ist das teure Rohöl.
Die Autofahrer in Deutschland haben im Juni soviel wie nie zuvor für eine Tankfüllung zahlen müssen.
Wie der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) am Freitag in Hamburg mitteilte, wurden im Monatsdurchschnitt sowohl bei Benzin wie auch bei Diesel neue Rekordpreise erreicht. Ein Liter Super kostete demnach an den Zapfsäulen im Schnitt 121,7 Cent, Diesel 106,9 Cent. Der Branchenverband der Mineralölkonzerne machte dafür die jüngsten Rekordpreise bei Rohöl verantwortlich. Sie hätten auch die Kosten für Kraftstoffe mit nach oben getrieben.
„Kostenanstieg nur teilweise weitergegeben“
Am Rotterdamer Markt verteuerte sich laut MWV der Liter Benzin im Vergleich zum Mai um knapp 15 Prozent oder 4,2 Cent auf 32,5 Cent. Der Preis für Diesel sei sogar um 17 Prozent oder 5,5 Cent auf 38,2 Cent pro Liter gestiegen.
„Dieser Kostenanstieg an den Beschaffungsmärkten konnte aber nur teilweise an die Autofahrerinnen und Autofahrer weitergegeben werden“, betonte der Verband. „Die Kraftstoffe an den Tankstellen in Deutschland wurden im Juni um gut zwei Cent pro Liter teurer.“
Ohne Steuern 39,4 Cent für den Liter Super
Der Steueranteil am Benzinpreis aus Mineralöl- und Mehrwertsteuer belief sich demnach im Juni 2005 auf 82,3 Cent pro Liter. Dies entspreche rund 68 Prozent des Gesamtpreises, betonte der Verband.
Ohne Steuern hätte der Liter Super an den deutschen Tankstellen danach im vergangenen Monat lediglich 39,4 Cent und der Liter Dieselkraftstoff 45,2 Cent gekostet.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.374,23 | −1,43% |
| Dow Jones | 12.456,90 | −0,98% |
| EUR/USD | 1,2419 | −0,55% |
| Rohöl Brent Crude | 103,94 $ | −2,72% |
| Gold | 1.579,50 $ | 0,00% |
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