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Riesiges Investitionsprogramm GM pumpt neun Milliarden Euro in seine Marke Opel

01.05.2008 ·  Gute Nachrichten für die deutschen Opel-Werke: Mit einem Milliardenprogramm will Mutterkonzern GM die Marke wieder auf die Erfolgsspur bringen. Zugleich kündigte das Unternehmen 20 neue Modelle bis 2012 an.

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Mit einer Milliardeninvestition soll der Autobauer Opel wieder auf die Erfolgsspur gebracht werden. Der Mutterkonzern General Motors (GM) werde in seinem Europageschäft (GME) seine Kernmarke stärken und dafür in den nächsten fünf Jahren neun Milliarden Euro investieren, sagte GME-Präsident Carl-Peter Forster am Mittwoch in Rüsselsheim.

Ein Ziel der Strategie sei, den Marktanteil von Opel in Deutschland wieder auf eine „deutlich zweistellige Größe“ zu erhöhen, sagte Opel-Vertriebschef Thomas Owsianski. Dies solle allerdings nicht um jeden Preis geschehen, sagte Forster: „Wir wollen die Profitabilität steigern und vermehrt auf Flotten setzen, die höhere Margen versprechen.“

Opel will sich stärker in Russland profilieren

Im ersten Quartal 2008 sank der Marktanteil im GM-Europageschäft mit der Hauptmarke Opel erneut leicht von 9,7 auf 9,6 Prozent, allerdings bei steigenden Absatzzahlen, wie GM am Mittwoch in Detroit mitteilte. Der Vorsteuergewinn stieg von Januar bis März auf 198 (Vorjahr: 61) Millionen Dollar, die Umsätze kletterten binnen Jahresfrist von 8,5 Milliarden auf 9,9 Milliarden Dollar (6,4 Milliarden Euro).

In Europa verkaufte GM von Januar bis Ende März die Rekordzahl von 572.000 Autos. Als Grund für die besseren Geschäfte nannte der Autobauer geringere Materialkosten und höhere Qualität der Fahrzeuge. So hätten Aufwendungen für Reparaturen während der Garantiezeiten gesenkt werden können.

Zu schaffen macht GM, dass in vielen Ländern etwa in Osteuropa die Autos zwar gut verkauft werden, aber dort eher die einfache und damit günstigere Ausstattung gefragt ist. Dennoch hob Forster insbesondere die Zuwächse von 78 Prozent beim Absatz in Russland im ersten Quartal hervor. „Sehr bald wird Russland der größte europäische Automarkt sein, spätestens nächstes Jahr.“ Davon werde Opel mit einem Marktanteil von derzeit 11,6 Prozent profitieren.

2,5 Milliarden Euro für Rüsselsheim, Kaiserslautern, Bochum und Eisenach

Von den angekündigten Investitionen sollen 2,5 Milliarden Euro in die Standorte Rüsselsheim, Kaiserslautern, Bochum und Eisenach fließen. Das Werk in Kaiserslautern werde nicht wie geplant verkauft, sondern zu einem Zentrum der Komponentenfertigung ausgebaut. 6,5 Milliarden Euro gehen in die Entwicklung neuer Modelle und Antriebssysteme. Bis 2012 will Opel 17 neue Auto- und drei neue Nutzfahrzeugmodelle entwickeln.

Opel-Chef Hans H. Demant sprach von einer „Demokratisierung von Hightech“: „Beginnend mit dem Insignia werden alle Fahrzeuge mit einer Technologie ausgestattet, die man bisher nur aus der Oberklasse kennt.“ Durch die Investitionen sollen auch neue Arbeitsplätze entstehen, etwa für bis zu 300 Ingenieure.

Mutterkonzern GM bleibt weiter tief in der Verlustzone

GM weist Ergebnisse nicht mehr für Marken aus, sondern nur für die Region Europa (GM Europe/GME). In diesen Zahlen ist außer Opel/Vauxhall auch Saab enthalten. Opel macht etwa 80 Prozent aus. Ein Nettogewinn wird auch nicht mehr bekanntgegeben. Im ersten Quartal 2007 hatte GM in seinem Europageschäft einen Nachsteuergewinn von 42 Millionen Dollar ausgewiesen.

Der Opel-Mutterkonzern GM steckt indes weiterhin tief in der Verlustzone. Im ersten Quartal fuhr der größte US-Autobauer ein Minus von 3,3 Milliarden Dollar ein. Das war der dritte Quartalsverlust in Folge. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp zwei Prozent auf 42,7 Milliarden Dollar.

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