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Renault vor Allianz mit GM Auf dem Weg zum größten Auto-Konzern der Welt

04.07.2006 ·  Der französische Autohersteller Renault wird schon heute über eine mögliche Partnerschaft mit General Motors beraten. Was die Konzerne und ihre Protagonisten treibt: FAZ.NET-Spezial.

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Der amerikanische Multimilliardär Kirk Kerkorian dringt auf eine globale Allianz zwischen dem finanziell angeschlagenen Automobilkonzern General Motors (GM) mit Renault und deren Tochtergesellschaft Nissan. Dadurch entstünde der größte Automobilkonzern der Welt mit einem Umsatz von 270 Milliarden Euro und einem jährlichen Absatz von 15 Millionen Fahrzeugen. Kerkorian ist mit einem Anteil von 9,9 Prozent der größte Einzelaktionär von GM.

Die Spitzen von General Motors haben am Montag Beratungen über den Vorschlag aufgenommen, sagte eine GM-Sprecherin. Zuvor hatten sich die Spitzen der beiden verbündeten Unternehmen Renault und Nissan grundsätzlich für eine Dreier-Allianz mit dem Opel-Mutterkonzern offen gezeigt ().

Betriebsrat gegen „Mega-Mergers“

Die Arbeitnehmervertreter von GM in Europa befürchten negative Auswirkungen auf die Arbeitsplätze im Fall einer möglichen Allianz, sagte der europäische GM-Betriebsratsvorsitzende, Klaus Franz, am Montag in Brüssel während eines Treffens der Arbeitnehmervertreter. So würden zum Beispiel die GM-Tochter Opel und Renault in Europa eine ähnliche Produktpalette anbieten.

Franz, der auch dem Opel-Gesamtbetriebsrat vorsteht, gibt sich mit Blick auf Zusammenschlüsse zwischen Autokonzernen insgesamt skeptisch: „Die Mega-Mergers der Vergangenheit haben gezeigt, daß zwar kurzfristig die Aktienkurse hochgehen, aber die langfristigen Probleme bleiben.“ Die GM-Betriebsräte wollten nun vorsorglich Kontakt zu den Arbeitnehmervertretern von Renault aufnehmen, kündigte Franz an.

Aktienkurse steigen

Renault-Aktien gaben bis gegen Mittag in Paris um 0,4 Prozent nach auf 83,65 Euro; Nissan-Papiere hatten in Tokio 0,6 Prozent fester geschlossen. GM-Aktien hatten nach Kirkorians Vorstoß zum Wochenausklang an der Wall Street um fast neun Prozent zugelegt. Eine mit der Sache vertraute Person sagte, Renault-Chef Carlos Ghosn und Nissan hätten vor einigen Tagen bei einem Essen mit Kerkorian Interesse an einem GM-Anteil von bis zu 20 Prozent signalisiert. Renault hält einen 44-prozentigen Kontrollanteil an Japans zweitgrößtem Autobauer Nissan. Nissan hingegen hält 15 Prozent der Aktien des französischen Konzerns.

Thierry sagte weiter, er habe bereits mehrere Male mit Renault-CEO Carlos Ghosn über ein mögliches Zusammengehen der Konzerne gesprochen. „Wir (die Regierung) müssen sicherstellen, daß die Corporate-Governance-Regeln respektiert werden“, sagte der Minister weiter. Simon Sproule, Vize-President für globale Kommunikation und Investor Relations bei Nissan, sagte, beide Unternehmen, Renault und Nissan, seien „offen“ für die Ideen von Tracinda.

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Von Heike Göbel

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