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Rekordgewinn bestätigt VW kürzt die Vorstandsbezüge

 ·  Martin Winterkorn bekommt für seine Arbeit als Vorstandsvorsitzender von VW deutlich weniger Geld als im vergangenen Jahr. Das ist nun offiziell. Ebenso hat der Konzern nun seinen Rekordgewinn für das vergangene Jahr bestätigt.

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Jetzt ist es offiziell: Martin Winterkorn bekommt für seine Arbeit als Vorstandsvorsitzender von VW im vergangenen Jahr rund 14,5 Millionen Euro. Das ist weniger als 2011, als der 65 Jahre alte Metallphysiker 17,5 Millionen Euro überwiesen bekam. Die Gesamtvergütung des Vorstands sinkt auf 56 (Vorjahr: 70) Millionen Euro. Dies ist das Ergebnis der Neufassung der Vergütungsregeln, die der VW-Aufsichtsrat im Einvernehmen mit dem Vorstand am Freitag beschlossen hat.

Damit hofft der Automobilkonzern die laute Debatte um die angemessene oder unangemessene Höhe der Vorstandsgagen endlich zu beenden und Winterkorns Gehalt auch künftig in Grenzen halten zu können. „Mit der neuen Regelung dürfte Winterkorn in den nächsten Jahren wohl nicht über 17 Millionen Euro kommen“, sagte der VW-Betriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh im Gespräch mit der F.A.Z.

Strengere Maßstäbe für die Berechnung der Boni

Wie berichtet (F.A.Z. vom 21. Februar), legt VW nun strengere Maßstäbe für die Berechnung der kurzfristigen Erfolgsboni an. Diese werden überhaupt erst dann gewährt, wenn das operative Ergebnis oberhalb von 5 Milliarden Euro liegt. Zudem ist der Bonus für Winterkorn für 2012 und 2013 auf maximal 6,75 Millionen Euro begrenzt. Für die übrigen sieben Vorstandsmitglieder liegt die Grenze bei 2,5 Millionen Euro. Auf der anderen Seite gibt es fortan einen „persönlichen Leistungszuschlag“, der maximal 50 Prozent des „normalen“ Bonus umfassen kann. Damit soll die individuelle Leistung der Vorstände stärker in deren Gehalt Niederschlag finden.

Volkswagen bestätigte, dass der Konzern 2012 wie erwartet einen Rekordgewinn von knapp 21,9 Milliarden Euro eingefahren hat. Die Wolfsburger konnten die bisherige Bestmarke aus dem Vorjahr von 15,8 Milliarden Euro deutlich übertreffen.

Wie der Zwölf-Marken-Konzern am Freitag auf Basis vorläufiger Daten mitteilte, legte auch das operative Ergebnis - die eigentliche zentrale Messgröße für die Geschäftsentwicklung - trotz der angespannten Marktlage in Süd- und Westeuropa noch einmal leicht zu; von 11,3 auf 11,5 Milliarden Euro. VW-Chef Martin Winterkorn hatte wegen der Nachfrageschwäche auf dem Heimatkontinent angepeilt, den Vorjahreswert zumindest zu halten.

Größter Profit, der jemals bei einem Dax-Konzern anfiel

Unterm Strich hatte die VW-Gruppe bereits 2011 den größten Profit erzielt, der jemals bei einem Dax-Konzern anfiel. Ein wichtiger Grund dafür war - wie im vorigen Jahr - jedoch auch der Sondereffekt höher bewerteter Anteile und Optionen bei Porsche. Weil ein Buchgewinn in entsprechendem Umfang 2013 nicht mehr ansteht, rechnen Beobachter für das laufende Jahr mit einem Rückgang des Gesamtergebnisses.

Der Umsatz wuchs von 159,3 Milliarden Euro auf 192,7 Milliarden Euro. Dazu trugen auch weitere Aufstockungen beim Lkw-Bauer MAN und die Übernahme des restlichen Porsche-Sportwagengeschäfts bei. Die vollständigen Zahlen will Volkswagen zur Bilanzvorlage am 14. März bekanntgeben.

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