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Nach Flugchaos : Reisebranche will von Fluglinien Geld zurück

Will Geld zurück: Reiseverbandspräsident Norbert Fiebig. Bild: Andre Lenthe

Mehr als 15.500 Flüge sind während der Urlaubszeit in diesem Jahr ausgefallen. Der Chef des Deutschen Reiseverbands fordert nun in der F.A.Z.: Fluggesellschaften sollen Reisebüros entschädigen.

          Die deutsche Reisebranche fordert wegen der vielen Flugausfälle und Verspätungen während der Urlaubszeit von Fluggesellschaften einen Ausgleich. „Stornierungen von Flügen und Umbuchungen haben in diesem Jahr ein Ausmaß erreicht, wie wir es in der Reisebranche noch nicht kannten“, sagte Norbert Fiebig, der Präsident des Deutschen Reiseverbands (DRV) der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Timo Kotowski

          Redakteur in der Wirtschaft.

          „Die Fluggesellschaften sind jetzt aufgefordert, auch mit Reisebüros und Reiseveranstaltern zu Lösungen zu kommen, um den entstanden, erheblichen Mehraufwand auszugleichen“, forderte Fiebig. Laut Flugrechtedienstleister EU-Claim fielen bis Juni mehr als 15.500 Flüge aus. „Ein Reisebüro macht sich nicht beim Kunden beliebt, wenn es eine Reise vermittelt, auf der etwas schief geht.“ In Verkaufsstellen sind wütende Urlauber aufgelaufen. Mitarbeiter versuchten zu beruhigen, teilten Buchungsänderungen mit. Diesen nicht durch sie verursachten Mehraufwand haben die Verkaufsstellen nicht vergütet bekommen.

          „Es ist für alle Beteiligten höchst unerfreulich, wenn ein Glied in der Kette seine Leistungen nicht wie angekündigt liefert. Einzelne Fluggesellschaften sind von ihren Qualitätsversprechen weit abgekommen“, sagte Fiebig. Ein Gespräch zwischen dem Verband und der Lufthansa-Tochtergesellschaft Eurowings, die besonders durch Verspätungen und Streichungen ausgefallen war, hat es schon gegeben.

          Der DRV-Präsident kritisierte auch Pläne von Fluggesellschaften, die mit ehemals von Air Berlin eingesetzten Flugzeugen kalkulierten, für die behördliche Freigaben fehlten. „Im Nachhinein gesehen wäre es vielleicht besser gewesen, wenn mancher Flug, der ausgefallen ist, gar nicht erst angeboten worden wäre“, sagte Fiebig. Allerdings hätte das auch nicht nur Vorteile gehabt. „Die Kehrseite haben wir im Winter erlebt. Es waren viel weniger Flüge im Angebot, die Ticketpreise lagen deutlich höher.“

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