Nach der Entscheidung im Formatstreit um die DVD-Nachfolge stellt Microsoft die Produktion von externen HD-DVD-Laufwerken für die Spielkonsole Xbox 360 ein. Den Preis für Geräte aus dem Restbestand werde man ab Montag um mehr als die Hälfte von 120 auf rund 50 Dollar senken, kündigte das Unternehmen am Montag in Redmond im amerikanischen Bundesstaat Washington an. Deutschen Händlern empfiehlt der amerikanische Konzern einen Verkaufspreis von 49 Euro.
Microsoft bietet seine Konsole standardmäßig nur mit einem DVD-Player an. Wer Videos im hochauflösenden HD-Format gucken will, muss ein externes HD-DVD-Laufwerk anschließen oder Filme von der Microsoft-Plattform herunterladen. Das Unternehmen äußerte sich nicht dazu, ob es künftig ein Abspielgerät für das konkurrierende Bluray-Format als Zubehör anbieten wird.
Toshiba kündigte an, keine HD-DVD-Geräte mehr herzustellen
Der führende Hersteller Toshiba hatte kürzlich angekündigt, keine HD-DVD-Geräte mehr herzustellen. Daraufhin brach die Unterstützung für das Format vollständig weg (siehe dazu auch: Toshiba wird keine HD-DVD-Geräte mehr produzieren). Marktbeobachter hatten daher mit Microsofts Entscheidung gerechnet.
Das HD-DVD-Format hatte lange Zeit mit dem Bluray-Format von Sony um die Nachfolge der DVD konkurriert. Beide können Bilder in Kino-Qualität abspielen. In letzter Zeit hatten sich aber immer mehr Filmverlage und große Einzelhandelsketten für Bluray als Standard entschieden. Viele Verbraucher wollten sich bislang nicht für ein neues Gerät entscheiden, weil sie fürchteten, auf die falsche Technik zu setzen.
