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Rationalisierung Hewlett-Packard baut 24.600 Stellen ab

15.09.2008 ·  Der Computer-Konzern Hewlett-Packard will innerhalb von drei Jahren 24.600 Stellen streichen. Rund die Hälfte der Streichungen entfalle auf die Vereinigten Staaten. Der Rest verteile sich aufs Ausland. Die Auswirkungen auf Deutschland sind noch unbekannt.

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Der weltgrößte Computerhersteller Hewlett-Packard (HP) hat den Abbau von 24.600 Stellen in den nächsten drei Jahren angekündigt. Damit würden fast acht Prozent der Belegschaft einer Umstrukturierung zum Opfer fallen, mit der das amerikanische Unternehmen seinen Konkurrenten IBM angreifen will.

Fast die Hälfte der Stellen soll demnach in den Vereinigten Staaten abgebaut werden, die meisten sind Jobs im kürzlich von HP übernommenen Unternehmen Electronic Data Systems (EDS). HP deutete aber einen möglichen späteren Stellen-Wiederaufbau an. Ob auch in Deutschland Entlassungen bevorstehen, war zunächst unklar. EDS hat hierzulande eigenen Angaben zufolge mehr als 50 Niederlassungen und 4200 Beschäftigte, bei HP sind es 8500.

Auswirkungen auf Deutschland noch nicht bekannt

Ein HP-Sprecher sagte, die genauen Auswirkungen des Restrukturierungsprogramms auf Europa und auch auf Deutschland seien noch nicht bekannt. Erst müssten die entsprechenden Gremien in Europa beraten. Ein möglicher Arbeitsplatzabbau würde aber sozialverträglich erfolgen, erklärte der Sprecher.

Im Jahr 2005 gab es schon einmal einen weltweiten Stellenabbau bei dem Computerproduzenten. Damals wurden in Deutschland nach Angaben des Sprechers rund 1000 Stellen abgebaut.

Möglicherweise Stellen-Wiederaufbau

HP gab die Pläne am Montag kurz nach Börsenschluss bekannt. Das Unternehmen erwägt eigenen Angaben zufolge, möglicherweise die Hälfte der abgebauten Stellen in anderen Bereichen wieder aufzubauen. Der Abbau betrifft vermutlich unter anderem die Finanz-, Personal- und Rechtsabteilungen, da diese Bereiche bei Übernahmen oft von Abbau betroffen sind.

In den Vereinigten Staaten hatte HP EDS für 13,9 Milliarden Dollar (9,75 Milliarden Euro) übernommen, um im lukrativen Geschäft mit IT-Dienstleistungen an den Konkurrenten IBM heranzurücken. Von den angekündigten Stellenstreichungen erwartet sich der Computerhersteller Einsparungen von 1,8 Milliarden Dollar jährlich. HP beschäftigt bislang 178.000 Mitarbeiter, EDS 142.000.

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Von Johannes Ritter

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