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Freitag, 17. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

RAG Müller bleibt bis 2011 Chef

13.06.2007 ·  Der Aufsichtsrat der RAG hat den Vertrag von Vorstandschef Werner Müller um weitere vier Jahre verlängert. Nach dem geplanten Börsengang soll der frühere Bundeswirtschaftsminister den so genannten weißen Bereich weiterführen.

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Der Aufsichtsrat der RAG hat am Mittwoch den Vertrag von Vorstandschef Werner Müller (61) um weitere vier Jahre bis 2011 verlängert. Der frühere Bundeswirtschaftsminister hatte sein Amt bei beim Essener Industriekonzern im Sommer 2003 angetreten.

Er soll nach dem geplanten Börsengang Mitte 2008 den so genannten weißen Bereich mit den Sparten Energie (Steag), Chemie (Degussa) und Immobilien) weiterführen. Der Milliardenerlös soll in die geplante Kohlestiftung fließen, die nach dem Auslauf des subventionierten Steinkohlenbergbaus ab 2018 die Altlasten wie Bergschäden und Pensionen decken soll.

Tauziehen um den Posten des Stiftungschefs

Der Posten des Stiftungschefs ist noch offen. In Berlin wollten diesen Mittwoch Bund, die Kohle-Länder NRW und Saarland und die Gewerkschaften erneut versuchen, nach monatelangem Tauziehen um die Stiftungssatzung und den Vorsitz entscheidend voranzukommen.

RAG-Chef Müller hatte selbst Ambitionen auf den Stiftungsvorsitz, scheiterte aber vor allem am Widerstand des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers (CDU). In Medienberichten wurden bislang als weitere Kandidaten Eon-Ruhrgas-Chef Burckhard Bergmann, Ex-Metallgesellschafts-Chef Kajo Neukirchen und Ex-Steag-Chef Jochen Melchior gehandelt.

Müller gilt als Architekt des Börsengang-Modells

Bund, Länder und die Bergbaugewerkschaft IGBCE wollen bis Ende Juli die rechtlichen Voraussetzungen für den RAG-Börsengang schaffen. Bereits im August soll dann die Bundesregierung das Stiftungsmodell und das Gesetz zum Ausstieg aus der Steinkohle- Förderung beschließen.

Müller gilt als Architekt des Börsengang- und Stiftungsmodells der RAG. Er hat den Konzern zur Börsenreife umgebaut und die vollständige Übernahme der Degussa AG vollzogen. Zuletzt präsentierte der gebürtige Essener eine Rekordbilanz mit rund einer Milliarde Euro Gewinn.

In den vergangenen drei Jahren hat sich die RAG von 480 Firmen mit rund 35.000 Beschäftigten und einem Umsatzvolumen von rund 8 Milliarden Euro getrennt, darunter die Logistik, der Auslandsbergbau und die Informatik.

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Abschied ohne Schock

Von Holger Steltzner

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