02.04.2010 · Selbst Toyota konnte trotz der Probleme durch seine Rückrufaktion kräftige Zuwächse verzeichnen: Der amerikanische Automarkt hat sich im Frühjahr belebt. Doch Fachleute warnen: Vor allem Rabattaktionen hätten zu den guten Zahlen beigetragen, das Wachstum sei womöglich nicht von Dauer.
Der amerikanische Automarkt kann zum Frühlingsbeginn gute Zahlen vermelden. Angetrieben von Rabattaktionen wiesen die amerikanischen Hersteller General Motors (GM) und Ford für März Absatzsteigerungen um jeweils 43 Prozent aus. Die Zuwächse deutscher Autobauer fielen geringer aus. Am stärksten präsentierte sich noch Mercedes.
Ein sehr kräftiges Plus von gut 35 Prozent erzielte auch Weltmarktführer Toyota. Für den japanischen Konzern geht es trotz der großen Rückrufaktion schon jetzt wieder aufwärts: Im März verkaufte Toyota in Amerika 186.863 Fahrzeuge.
Gute Zahlen für Volkswagen
Branchenprimus GM kam im März auf 185.406 Wagen, Ford brachte 178.536 Fahrzeuge an die Kunden. Darin nicht enthalten sind die Auslieferungen der schwedischen Tochter Volvo, die der chinesische Autohersteller Geely für 1,8 Milliarden Dollar übernimmt. Rivale Chrysler hingegen verkaufte mit 92.623 Wagen 8,3 Prozent weniger als im März 2009. BMW steigerte die Auslieferungen um 2,6 Prozent auf 21.670. Daimler kam mit der Marke Mercedes-Benz auf einen Absatz von 20.023 Autos, ein Plus von 28,3 Prozent.
Besonders gute Verkaufszahlen konnte Volkswagen im März vorweisen. Europas größter Autobauer setzte 22.148 Wagen ab, im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Zuwachs von 35,5 Prozent. Zu Volkswagen gehören unter anderem die Marken Porsche, Volkswagen, Seat, Bugatti, Audi, Scania und Volkswagen selbst. Porsche schlug mit 1905 Sportwagen rund neun Prozent mehr los. Allerdings hatte der März einen Verkaufstag mehr als im Vorjahr. Auch Audis waren gefragt - der Absatz erhöhte sich um 28,4 Prozent auf 8589 Wagen.
Analysten warnen vor Überschätzung der Zahlen
Branchenexperten warnten davor, die März-Zahlen zu überschätzen. „Die Verkäufe wurden künstlich nach oben getrieben durch starke Kaufanreize im Markt und spiegeln nicht die wahre Nachfrage wider“, sagte Analystin Jessica Caldwell von Edmunds.com. „Der April wird ein guter Indikator der wirklichen Kundennachfrage.“
Für die deutschen Hersteller ist der amerikanische Markt von besonders großer Bedeutung. Sie kämpfen nach dem Ende der Abwrackprämie mit rückläufigen Verkaufszahlen in Deutschland und sind wieder verstärkt von dem Auslandsgeschäft abhängig. Noch größere Wachstumsraten als in den Vereinigten Staaten erwarten die deutschen Hersteller allerdings in Asien und Südamerika.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.374,48 | −1,41% |
| Dow Jones | 12.447,80 | −1,06% |
| EUR/USD | 1,2418 | −0,56% |
| Rohöl Brent Crude | 104,06 $ | −2,61% |
| Gold | 1.579,50 $ | 0,00% |
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