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Quartalsbericht Investmentbanker füllen Deutscher Bank die Kasse

 ·  Bessere Geschäfte im Investmentbanking haben der Deutschen Bank im dritten Quartal die Bilanz gerettet. Das Kreditinstitut verdiente vor Steuern rund 1,1 Milliarden Euro – deutlich mehr als vor einem Jahr.

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Die Deutsche Bank hat im dritten Quartal dank anziehender Geschäfte im Investmentbanking mehr verdient als vor einem Jahr. Vor Steuern machte das Geldhaus einen Gewinn von 1,1 Milliarden (Vorjahreszeitraum: 942 Millionen) Euro und übertraf damit die Analystenerwartungen leicht. Unter dem Strich verdiente das Institut 747 Millionen Euro, 3 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Erhebliche Sonderbelastungen

Als weitaus größte Stütze erwies sich das Investmentbanking, das einen Vorsteuergewinn von 662 Millionen Euro erwirtschaftete. Hier profitierte die Deutsche Bank davon, dass im Spätsommer ihre Hauptdomäne, der Anleihehandel, wieder angesprungen war. Ähnliches hatte sich schon bei den Quartalszahlen der großen amerikanischen Rivalen gezeigt.

Im ersten vollen Quartal unter der Leitung der neuen Doppelspitze Anshu Jain und Jürgen Fitschen verbuchte die Bank Sonderbelastungen von 320 Millionen Euro durch den angelaufenen Stellenabbau sowie weitere 289 Millionen Euro für Rechtsstreitigkeiten.

Stellenabbau soll noch in diesem Jahr erfolgen

Die Deutsche Bank will den Abbau von fast 2000 Stellen vor allem im Investmentbanking noch in diesem Jahr so gut wie abschließen. „Wir haben 1200 der geplanten 1500 Stellen im Kapitalmarktgeschäft schon abgebaut, der Rest wird zum allergrößten Teil bis Jahresende folgen“, sagte Finanzvorstand Stefan Krause. 814 Jobs streicht der Branchenprimus unter seinen 9800 Investmentbankern, 617 weitere in Bereichen, die der Kapitalmarkt-Sparte zuarbeiten. 562 Arbeitsplätze sollen in der Vermögensverwaltung wegfallen, der größten Baustelle im Deutsche-Bank-Konzern.

Für das restliche Jahr erwartet die Deutsche Bank eine „moderat positive Entwicklung“. Es gehe weiter darum, Risiken und Kosten zu reduzieren. Die Unsicherheit über die weitere Konjunkturentwicklung werde speziell das Investmentbanking beeinträchtigen. Die Bank bekräftigte ihre Ziele für 2015, darunter jährliche Kostensenkungen von 4,5 Milliarden Euro. Doch der Umbau geht kurzfristig ins Geld und kostet erst einmal vier Milliarden Euro.

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Von Joachim Jahn, Berlin

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