01.09.2007 · Vor allem Spielzeug aus China ist in den vergangenen Wochen wegen Sicherheitsbedenken in die Kritik geraten. Jetzt schlägt Bundeswirtschaftsminister vor, eine eigene Qualitätssicherung für Spielzeughersteller außerhalb der EU einzurichten.
Bundeswirtschaftsminister Michael Glos verlangt eine verschärfte Spielzeugrichtlinie der Europäischen Union. In einem Reuters am Samstag vorliegenden Brief an EU-Vizepräsident Günter Verheugen schlägt Glos vor, für Spielzeughersteller außerhalb der EU eine eigene Qualitätssicherung einzurichten, die von EU-Vertretern auch in dem jeweiligen Betrieb überprüft werden könne. Außerdem müssten die Hersteller die Baupläne ihrer Waren zur Prüfung vorlegen. Diese Kontrollen sollten aus Sicht des CSU-Politikers obligatorisch sein.
Seinen Vorstoß begründete Glos mit dem Skandal um schadstoffbelastetes Spielzeug. „Die jüngsten Rückrufaktionen zeigen deutlich, dass es auch großen Herstellern von Spielzeug nicht gelingt, die Qualitätskontrollen innerhalb ihres Fertigungsprozesses derart auszugestalten, dass gefährliches Spielzeug erst gar nicht auf den Binnenmarkt kommt“, schrieb Glos.
Vor allem China war wegen Sicherheitsbedenken gegen mehrere Produkte in die Kritik geraten. Betroffen waren neben Spielzeugen auch Nahrungsmittel, Medikamente und Kleidungsstücke. Der amerikanische Spielzeugkonzern und Barbiepuppen-Hersteller Mattel musste weltweit mehr als 18 Millionen Spielzeuge aus China zurückrufen.
Falsch gedacht
Ronald Gruenebaum (bruxman)
- 04.09.2007, 20:07 Uhr
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