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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Preisanstieg Milchprodukte sollen bis zu 50 Prozent teurer werden

28.07.2007 ·  Milchseen und Butterberge gehören entgültig der Vergangenheit an. Die Nachfrage - vor allem aus dem Ausland - nach deutschen Molkereiprodukten treibt die Preise in die Höhe. Voraussichtlich von nächster Woche an.

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Die Preise für Milchprodukte werden in der kommenden Woche um bis zu 50 Prozent steigen. Das haben Marktbeobachtungen der Zentralen Markt-und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft (ZMP) ergeben. „Es wird einen Preisruck geben, wie ihn Deutschland noch nicht erlebt hat“, sagte Erhard Richarts von der ZMP den Dortmunder „Ruhr Nachrichten“.

Nach Angaben des Milchindustrie-Verbandes (MVI) kostet ein Päckchen Butter dann beispielsweise 1,19 Euro statt bisher 79 Cent. Der Quark werde 40 Prozent teurer, der Liter Milch 5 bis 10 Cent. „Die Butter ist auf einem 20-Jahrespreishoch“, stellte die Export- Union für Milchprodukte erst kürzlich fest. Das zweitgrößte deutsche milchverarbeitende Unternehmen, die Humana Milchunion, kündigte bereits drastische Preiserhöhungen für Milch und Milchprodukte an.

Laut Rheinisch-Westfälischem Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) müssen sich die Verbraucher an die hohen Lebensmittelpreise gewöhnen. Nicht allein Faktoren wie Tierseuchen und Missernten seien diesmal für die Preissteigerungen verantwortlich. „Die Nachfrage aufstrebender Länder wie China und Indien sowie der Boom bei Biokraftstoffen treiben die Preise vieler Rohstoffe nach oben“, sagte der RWI-Konjunkturexperte Torsten Schmidt der Zeitung. „Das bekommen jetzt auch die deutschen Verbraucher zu spüren.“ Aus Sicht von Hubertus Pellengahr vom Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) wird auf lange Sicht jedoch der starke Wettbewerb die Verbraucher vor höheren Preisen schützen.

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Von Holger Steltzner

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28.05.2012 17:45 Uhr
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