18.04.2007 · Wegen unerlaubter Preisabsprachen müssen drei Brauereien ein Bußgeld von insgesamt knapp 274 Millionen Euro zahlen. Dies hat jetzt die EU-Kommission entschieden. Ein Kronzeuge hatte die entscheidende Information geliefert und ging daher straffrei aus.
Die Europäische Kommission hat gegen die niederländischen Brauereien Heineken, Grolsch und Bavaria wegen Beteiligung an einem Bierkartell in den Niederlanden Geldbußen von insgesamt 273,78 Millionen Euro verhängt. In ihrer Entscheidung nannte die Kommission am Mittwoch auch InBev als Kartellmitglied. InBev gehe straffrei aus, da sie im Rahmen der Kronzeugenregelung der Kommission entscheidende Informationen über das Kartell geliefert habe.
Heimliche Treffen
Zwischen 1996 und 1999 seien Vertreter der vier Brauereien zu zahlreichen inoffiziellen Treffen zusammengekommen, um die Preise und Preiserhöhungen für Bier in den Niederlanden abzustimmen, schreibt die Kommission. Die betreffenden Verhaltensweisen stellten einen besonders schweren Verstoß gegen die Wettbewerbsvorschriften des EG- Vertrags dar.
Die Kommission räumte ein, dass das Verfahren, das seit den Kontrollen mehr als sieben Jahre dauerte, sich in diesem Fall über Gebühr lang hinzog. Aus diesem Grund werde die Höhe der Geldbußen um 100.000 Euro herabgesetzt. Im Einzelnen würden folgende Beträge fällig: Heineken 219,275 Millionen Euro, Grolsch 31,658 Millionen Euro und Bavaria 22,850 Millionen Euro.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.366,61 | −1,98% |
| Dow Jones | 12.422,10 | −1,26% |
| EUR/USD | 1,2400 | −0,71% |
| Rohöl Brent Crude | 103,36 $ | −3,27% |
| Gold | 1.579,50 $ | 0,00% |
Anonym bewerben? Ist das gut?