Die Entscheidung über Prämienrückzahlungen von Krankenkassen mit besonders hohen Überschüssen verzögert sich. Die Techniker Krankenkasse (TK), die mit 8,1 Millionen Versicherten zweitgrößte deutsche Krankenkasse, hat das Bundesversicherungsamt um eine Fristverlängerung gebeten, bestätigte der Sprecher der Behörde dieser Zeitung.
Das Amt hatte zuvor die TK und zwei weitere, kleinere Krankenkassen aufgefordert, sie sollten bis zum 8. Juni erklären, ob sie angesichts ihrer vergleichsweise hohen Rücklagen Prämien an ihre Mitglieder ausschütten könnten. In einem Schreiben an BVA-Präsident Maximilian Gaßner begründet TK-Chef Norbert Klusen das Verlangen nach Aufschub damit, dass sich vor einer Entscheidung der Verwaltungsrat der Kasse mit dieser Frage befassen müsse. Dieser tagt erst am 22. Juni.
Die Kassen wollen eine Prämienauszahlung möglichst vermeiden. Stattdessen haben sie schon ihre freiwilligen Leistungen ausgeweitete und zugesichert, bis 2013 oder sogar darüber hinaus auf einen Zusatzbeitrag zu verzichten. Aus der Politik ist jedoch der Druck auf die Kassen, Ausschüttungen vorzunehmen, immer größer geworden. Grund sind die jeweils etwa 10 Milliarden Euro betragenden Rücklagen der Kassen und des Fonds. Er dürfte weiter steigen, wenn im Juni die Ergebnisse des ersten Quartals bekanntwerden, bei denen Fachleute wieder einen hohen Überschuss erwarten. Fachleute schätzen, dass bundesweit 30 Krankenkassen, auch solche aus dem Lager der AOK, zur Prämienausschüttung in der Lage sind. Derzeit tun dies aber nur eine Handvoll Kassen.
Gesundheitsfond abschaffen!
Dr. Andreas Frick (Hephaistos)
- 29.05.2012, 12:44 Uhr
Krankenkassen sind keine Sparkassen
Michael Muscholl (Muscholl)
- 29.05.2012, 12:20 Uhr
@FFALK
Georg Haslwimmer (GuntherG)
- 29.05.2012, 12:08 Uhr
Eine Auszahlung ist doch Unsinn.
Freddy Falk (FFalk)
- 29.05.2012, 10:43 Uhr
