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Porsche darf Anteil an VW ausbauen

07.07.2006 ·  Das Bundeskartellamt hat grünes Licht für eine höhere Beteiligung von Porsche an VW gegeben. Es gebe „keine wettbewerblichen Bedenken“ gegen die Sperrminorität von 25,1 Prozent. Der Anteil wiegt 3,5 Milliarden Euro.

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Porsche darf seinen Anteil am größten europäischen Autokonzern Volkswagen auf eine Sperrminorität aufstocken. Damit kann der hochprofitable Stuttgarter Sportwagenbauer seinen Einfluß auf Entscheidungen bei den Wolfsburgern auch nach einem möglichen Wegfall des VW-Gesetzes behaupten.

Das Bundeskartellamt billigte am Freitag einen Antrag von Porsche, den Anteil an Volkswagen um 3,9 Prozent auf dann 25,1 Prozent zu erhöhen. Die Geschäftstätigkeit der beiden Hersteller überschneide sich nur in den Bereichen Sport- und Geländewagen, erklärten die Kartellwächter zur Begründung. Eine marktbeherrschende Stellung werde durch die Anteilsaufstockung weder entstehen noch verstärkt werden.“Das Amt hat keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken“, erklärte Kartellamtschef Ulf Böge.

Zusammenarbeit abgesichert

Damit bauen die Stuttgarter ihre Position für den Fall eines Wegfalls des VW-Gesetzes aus. Das aus den 1960er Jahren stammende Gesetz legt fest, daß kein VW-Aktionär mehr als 20 Prozent der Stimmrechte ausüben kann, und erschwert faktisch eine Übernahme. Die Europäische Union sieht in dem Gesetz eine illegale Investitionshürde und verlangt dessen Abschaffung.

Porsche will mit der insgesamt 3,5 Milliarden Euro teuren Beteiligung an VW auch seine Zusammenarbeit mit dem Wolfsburger Konzern absichern, zu dem auch die Tochter Audi gehört. Neben der Zusammenarbeit bei den Geländewagen Cayenne und Touareg wollen Porsche und VW auch bei Hybrid-Antrieben und bei der geplanten vierten Baureihe von Porsche kooperieren. VW wird für die 2009 geplante viertürige Baureihe unter anderem lackierte Rohkarossen liefern.

Die Aktien von Porsche und Volkswagen notierten nach der Mitteilung geringfügig im Minus.

Porsche ist seit Herbst 2005 größter Aktionär bei VW. Das Land Niedersachsen ist nur noch zweitgrößter Anteilseigner. Die ursprüngliche Porsche-Beteiligung von gut 18 Prozent ist durch die Einziehung eigener Volkswagen-Aktien zwischenzeitlich auf 21,2 Prozent gewachsen.

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