Kirk Kerkorian kann es nicht lassen. Zwei Monate vor seinem neunzigsten Geburtstag steigt der amerikanische Investor in den Poker um Chrysler ein. In typischer Manier setzt er auf den dramatischen Auftritt und macht seine Offerte als erster Interessent öffentlich, was den Druck auf alle beteiligten Parteien erhöht.
Es ist sehr geschickt, wie Kerkorian Seitenhiebe auf andere Interessenten austeilt und sich bei den Chrysler-Mitarbeitern einzuschmeicheln versucht.
Angebot voller Haken, Bedingungen und Fragezeichen
Kerkorian präsentiert sich als der sanfte Finanzinvestor. Ganz ausdrücklich grenzt er sich in einem Brief seines Beraters von anderen „nicht so geduldigen“ Investoren ab und meint damit wohl die ebenfalls an Chrysler interessierten Beteiligungsgesellschaften Cerberus und Blackstone. Kerkorian stellt ein langfristiges Engagement in Aussicht und winkt mit einer Beteiligung für die Chrysler-Mitarbeiter.
Illusionen sollte sich die Belegschaft aber nicht machen. Kerkorian hatte es noch nie mit Sentimentalitäten, und er deutet schon Einschnitte bei den Sozialleistungen an. Der Investor lässt keinen Zweifel daran, dass er mit harten Bandagen kämpft: Sein Angebot ist voller Haken, Bedingungen und Fragezeichen.
So will er exklusiven Einblick in die Bücher, was zu diesem frühen Zeitpunkt des Bieterverfahrens kaum akzeptabel scheint. Trotzdem wird Daimler-Chrysler den für seine Hartnäckigkeit bekannten Investor nicht ignorieren können.
"Illusionen"
Chan Fei Yung (smileface)
- 06.04.2007, 22:20 Uhr
wer soll sich da noch wundern??
Frank Geiser (geiser123)
- 07.04.2007, 04:02 Uhr
Faszinierende Amerikaner
Franz Müller (Franzy)
- 07.04.2007, 09:06 Uhr
"Illusionen machen" werden von den Kunden nicht immer mitgetragen
(danieri)
- 07.04.2007, 13:44 Uhr
US Car Fan
Stefan Moll (molls)
- 07.04.2007, 14:09 Uhr
