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Riesen-Übernahme : Bayer bietet 62 Milliarden Dollar für Monsanto

  • Aktualisiert am

Bayer prescht voran: 62 Milliarden Dollar wollen die Leverkusener für Monsanto zahlen. Bild: AP

Bayer will Monsanto übernehmen. Die Leverkusener legen ein gewaltiges Angebot vor. Und erklären, wie sie sich die gemeinsame Zukunft vorstellen.

          Wenige Tage nachdem der Pharmakonzern Bayer offiziell gemacht hat, am amerikanischen Unternehmen Monsanto interessiert zu sein, folgt ein gewaltiges Übernahmeangebot aus Leverkusen: Der deutsche Konzern bietet insgesamt 62 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 55 Milliarden Euro) für den amerikanischen Konkurrenten - und zwar in bar.

          Für jede Monsanto-Aktie will Bayer 122 Dollar zahlen, teilte das Unternehmen an diesem Montagmorgen mit. Das sei eine erhebliche Prämie für die Monsanto-Aktionäre. „Bayer will durch Übernahme von Monsanto ein weltweit führendes Unternehmen der Agrarwirtschaft werden", erklärte der Konzern. Im Bereich der Agrochemie würde das Unternehmen durch die Übernahme den Weltmarkt anführen.

          Wagnis Monsanto - zu unserem Leitartikel zur Übernahme geht es hier entlang.

          Die Akquisition solle durch eine Kombination aus Fremd- und Eigenkapital finanzieren werden. Der Eigenkapitalanteil soll demnach voraussichtlich rund 25 Prozent des der Transaktion zugrundeliegenden Unternehmenswerts abdecken, vornehmlich durch eine Bezugsrechtskapitalerhöhung. Wie Bayer mitteilte, könnte nach drei Jahren aufgrund von Einsparungen das Ergebnis des zusammengelegten Konzerns um jährlich 1,5 Milliarden Dollar gesteigert werden.

          Der Monsanto-Aktienkurs schloss am vergangenen Freitag etwas oberhalb von 100 Dollar. Bayer-Aktien hatten in der zurückliegenden Woche deutlich an Wert verloren, als die Nachricht von einem echten und ernsthaften Interesse der Deutschen an den Amerikanern die Runde machte.

          Monsanto steht international immer wieder in der Kritik von Umweltschützern. Das Unternehmen produziert den auf der ganzen Welt am häufigsten verwendeten Unkrautvernichter „Roundup“ mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat her. In Deutschland kommt dieses Unkraut-Bekämpfungsmittel auf etwa 40 Prozent der Felder zum Einsatz.

          Quelle: ala./dpa/Reuters

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