20.02.2006 · Das Jahr 2005 war für den drittgrößten deutschen Pharmakonzern Schering ein gutes Jahr. Das Unternehmen aus Berlin konnte Umsatz und Gewinn deutlich erhöhen.
Das Jahr 2005 war für den drittgrößten deutschen Pharmakonzern Schering ein gutes Jahr. Das Unternehmen aus Berlin konnte Umsatz und Gewinn deutlich erhöhen.
Nach vorläufigen Zahlen stieg der Konzerngewinn von 500 Millionen Euro im Jahr 2004 auf 619 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2005, wie das Unternehmen am Montag in Berlin mitteilte. Dies entspricht einer Steigerung um 23,8 Prozent. Der Umsatz legte dem Ausweis zufolge um 8,2 Prozent auf 5,308 Milliarden Euro zu nach 4,907 Milliarden im Jahr 2004.
Branchenexperten hatten für das vergangene Jahr mit einer Umsatzsteigerung von rund sechs Prozent auf 5,2 Milliarden Euro gerechnet.
Bis 2008 soll die operative Marge sollnach Aussage von Schering auf 20 Prozent gesteigert werden. Im Jahr 2005 betrug diese 17,5 Prozent und lag damit im Rahmen der Erwartungen. Experten gingen von einem Betriebsergebnis von etwa 930 Millionen Euro, und damit einer Marge von knapp 18 Prozent aus. Damit ist der Pharmakonzern seinem Ziel, im laufenden Jahr eine Marge von 18 Prozent zu erreichen, deutlich näher gekommen.
Im Jahr 2004 hatte die operative Marge noch bei 15,5 Prozent gelegen. Das Unternehmen selbst hatte zuletzt für 2005 eine Marge von „über 17 Prozent“ in Aussicht gestellt. Schering rechne damit, daß dieses Ziel erreicht werde, heißt es im Ausblick auf das laufende Jahr.
Schering will Betaferon-Rechte komplett übernehmen
Im laufenden Geschäftsjahr rechnet Schering mit einem organischen Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Der Pharmakonzern geht beim Verhütungsmittel „Yasmin“ von einem weiterhin starken zweistelligen Umsatzwachstum aus.
Für das umsatzstärkste Produkt, das Multiple-Sklerose-Medikament „Betaferon“, werde kursbereinigt ein Wachstum im hohen einstelligen Bereich erwartet. Schering kündigte zudem an die vollständigen Rechte an dem Multiple-Sklerose-Medikament Betaferon von der amerikanischen Chriron erwerben zu wollen. Die Bedingungen der Transaktion stünden indes noch nicht fest. Nach Abwicklung des Geschäfts würde Schering nach eigenen Angaben die Mittel für die Herstellung von Betaferon in den Vereinigten Staaten kontrollieren. Der bisherige Liefervertrag mit Chiron werde dann beendet. Betaferon ist umsatzstärkste Medikament von Schering.
Obendrein will der Pharmakonzern im Zeitraum vom 1. März bis zum 30. September des laufenden Jahres eigene Aktien im Wert bis zu 500 Millionen Euro über die Börse erwerben. Grundlage hierfür sei die von der Hauptversammlung am 14. April 2005 erteilte Ermächtigung, eigene Aktien bis zu einem Anteil am Grundkapital von 15 Millionen Euro zu erwerben. Die Anzahl der täglich zurück zu erwerbenden Aktien werde auf maximal 20 Prozent des an Xetra gehandelten Volumens begrenzt. Über die Verwendung der zurückzukaufenden Aktien habe der Vorstand noch nicht entschieden.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.368,78 | −1,82% |
| Dow Jones | 12.429,70 | −1,20% |
| EUR/USD | 1,2389 | −0,80% |
| Rohöl Brent Crude | 103,55 $ | −3,09% |
| Gold | 1.579,50 $ | 0,00% |
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