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Sanierungsplan für Opel : Peugeot-Chef über Kündigungen: „Wir müssen sehr ehrlich sein“

  • Aktualisiert am

Carlos Tavares während der Pressekonferenz am Vormittag in Rüsselsheim. Bild: Frank Röth

Am Donnerstagmorgen stellte die Chefs von Opel und dessen französischem Eigentümer einen Sanierungsplan und betriebsbedingte Entlassungen vor. Am Nachmittag macht er dann eine wichtige Einschränkung.

          Peugeot-Chef Carlos Tavares macht den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen in seiner deutschen Tochtergesellschaft Opel und ihrer britischen Schwestermarke Vauxhall vom Erfolg der Sanierung abhängig. „Wir haben heute morgen gesagt, dass es unsere Absicht ist, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten“, sagte Tavares während einer Branchenveranstaltung in Berlin.

          „Aber noch einmal, wir müssen sehr ehrlich sein“, schränkte er ein. Letztendlich könnten Entlassungen nur in dem Ausmaß vermieden werden, in dem die Umsetzung des Restrukturierungsplans Ergebnisse zeige.

          Tavares und der neue Opel-Chef Michael Lohscheller hatten zuvor in Rüsselsheim den Sanierungsplan für Opel präsentiert. Der sieht vor, dass das deutsche Traditionsunternehmen ohne Werksschließungen und Kündigungs-Wellen binnen drei Jahren aus den roten Zahlen geführt wird, in denen es fast 20 Jahre unter Regie der früheren amerikanischen Muttergesellschaft General Motors steckte.

          PSA Peugeot Citroen hatte Opel im August von GM übernommen. Europaweit arbeiten für Opel und Vauxhall 38.000 Menschen, davon etwa 19.000 in Deutschland. Bei PSA hat Tavares die Belegschaft seit seinem Amtsantritt vor vier Jahren um 20.000 auf rund 90.000 Mitarbeiter geschrumpft.

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