Home
http://www.faz.net/-gqe-7h28i
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
Risikoabsicherung

Personalwechsel Wichtiger Commerzbank-Manager geht

Thomas Bley, Risikovorstand der Hypotheken-Tochtergesellschaft der Commerzbank, verlässt das Haus. Und das mitten in der Abwicklung der Sparte.

© dpa Vergrößern In Schieflage

Die Hypothekentochter-Gesellschaft der Commerzbank wird gerade abgewickelt. Mittendrin geht nun einer der wichtigsten Manager von Bord: Risikovorstand Thomas Bley verlässt die Hypothekenbank Frankfurt (ehemals Eurohypo) Ende September, teilt das Institut mit. Nachfolger werde zum 1. Oktober Dirk Wilhelm Schuh - derzeit Konzernbereichsvorstand Kreditrisikomanagement für die interne „Bad Bank“, in der auch das Geschäft mit gewerblichen Immobilienfinanzierungen liegt.

Die „Bad Bank“ ist die größte Achillesferse der Commerzbank. In der Abwicklungseinheit schlummern neben dem Hypothekengeschäft auch ausrangierte Staatsanleihen und Schiffskredite im Gesamtvolumen von insgesamt 136 Milliarden Euro, die über die nächsten Jahre durch Wert schonende Verkäufe und Fälligkeiten abgebaut werden sollen.

Die ehemalige Eurohypo, die in der Finanzkrise zahlreiche faule Immobilienkredite angehäuft hatte und später wegen milliardenschwerer Griechenland-Abschreibungen in Schieflage geriet, macht dabei einen gewichtigen Teil aus. Ihre Komplettabwicklung war vor rund einem Jahr beschlossen worden. Stattdessen will sich die Commerzbank künftig auf das Geschäft mit Privatkunden und dem Mittelstand fokussieren.

Bley hatte während der vergangenen Jahre dabei geholfen, die Risiken der Hypothekenbank herunterzufahren und das Spezialinstitut zu stabilisieren. Welchen neuen Aufgaben er sich jetzt stellt, war zunächst nicht zu erfahren.

Mehr zum Thema

Quelle: Reuters

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Gehälter Viele Banker sind ihr Geld nicht wert

Die Gehälter der Damen und Herren in den Bankentürmen sind immer noch saftig. Spitzenreiter ist die Deutsche Bank. Eine neue Studie zeigt noch mehr: Die Entlohnung ist keineswegs immer gerecht. Mehr Von Tim Kanning

28.05.2015, 08:00 Uhr | Wirtschaft
Frankfurter Anthologie Dirk von Petersdorff: Raucherecke

Raucherecke von Dirk von Petersdorff, gelesen von Thomas Huber. Mehr

02.01.2015, 17:00 Uhr | Feuilleton
Commerzbank-Vorstand Reuther Die Ferrari-Zeit im Investmentbanking ist vorbei

Infolge der Finanzkrise sind die Boni-Banker in die Kritik geraten. Ein Vorstand der Commerzbank erklärt im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, warum die Zeit dieser Riesengehälter vorbei sein muss. Mehr

23.05.2015, 15:28 Uhr | Wirtschaft
Sparkurs Deutsche Bank spart beim Filialgeschäft

Die Deutsche Bank schließt bis 2017 200 von 700 Filialen. Vorstandschefs Jürgen Fitschen sieht die Bank auf gutem Kurs für die nächsten Jahre. Mehr

27.04.2015, 15:05 Uhr | Wirtschaft
Kritik an BND Ausschussvorsitzender: NSA ist selbst schuld

Im Streit über die Geheimdienstkooperation mahnt der Vorsitzende im NSA-Untersuchungsausschuss Patrick Sensburg (CDU), nicht Ursache und Folgen zu verwechseln: Auslöser war ein gigantischer Datenabfluss bei der NSA, nicht beim BND. Mehr

23.05.2015, 16:09 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 30.08.2013, 15:49 Uhr

Trübe Zukunft von RWE

Von Carsten Knop

Die Finanzindustrie war in der Krise systemrelevant und der Staat musste die Commerzbank retten. Die Ewigkeitskosten der Atomkraft lassen bald die Energieriesen straucheln. Da liegt der gedankliche Sprung zur Verstaatlichung von RWE nicht mehr fern. Mehr 32 13


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden

Grafik des Tages Job ist nicht gleich Job

Seit Jahren geht in Deutschland die Arbeitslosigkeit zurück. Das wären doch meist nur befristete Stellen, wenden Kritiker ein. Ist das so? Und wie ist es woanders? Mehr 0