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Pannenserie Toyota-Fahrer hatten offenbar selbst Schuld an Unfällen

14.07.2010 ·  In der Pannenserie bei Toyota sind einem Bericht zufolge womöglich nicht technische Probleme Ursache für eine Reihe von Unfällen gewesen. Ersten Untersuchungen des amerikanischen Verkehrsministeriums zufolge tragen wohl eher die Fahrer selbst Schuld.

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Die bislang untersuchten Unfälle mit Toyota-Fahrzeugen sind anscheinend nicht auf einen Defekt der elektronischen Gaspedalsteuerung zurückzuführen. Vielmehr scheine eine Verwechslung von Gas- und Bremspedal für die Unfälle verantwortlich zu sein, sagten mehrere mit den vorläufigen Untersuchungsergebnissen vertraute Personen. Dies gehe aus einer Analyse von Dutzenden Datenrekordern hervor. Den Aufzeichnungen der Datenrekorder zufolge sei das Gaspedal voll durchgedrückt gewesen und die Bremse nicht benutzt worden.

Dennoch spricht die Analyse Toyota nicht frei. Zwar scheint die elektronische Gaspedalsteuerung nicht für die Unfälle verantwortlich zu sein. Jedoch gelten klemmende Gaspedale, die nicht problemlos in ihre Ausgangsposition zurückkehren, sowie Fußmatten, die sich verklemmen können, weiterhin als Probleme.

Mehr als 90 Todesfälle zu klären

Bislang hat die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA mehr als 3.000 Beschwerden über eine plötzliche Beschleunigung von Toyota- und Lexus-Fahrzeugen erhalten. Einige dieser Vorfälle ereigneten sich bereits Anfang des vergangenen Jahrzehnts. Den Beschwerden zufolge hat die plötzliche Beschleunigung der Fahrzeuge bislang zu 75 tödlichen Unfällen mit insgesamt 93 Toten geführt.

Video: Toyota plant Rückrufaktion

NHTSA konnte bislang nur in einem Fall eindeutig feststellen, dass ein tödlicher Unfall auf Probleme mit dem Fahrzeug zurückzuführen war. In diesem Fall hatte eine rutschende Fußmatte das Gaspedal verklemmt und einen Unfall verursacht, der einen Polizisten tötete und drei Insassen eines Lexus verletzte.

Mehr als 100 Klagen laufen gegen Toyota

Bei der Analyse der Datenrekorder konnte NHTSA bislang hingegen kein Problem mit der elektronischen Gaspedalsteuerung feststellen. Gegen Toyota sind Klagen von mehr als 100 Klägern anhängig, in denen Probleme mit der elektronischen Gaspedalsteuerung für Unfälle verantwortlich gemacht werden.

Untersucht wurden Unfälle, bei denen das Auto den Fahrern zufolge trotz getretener Bremsen nicht stoppte. Es ist unklar, wie viele Datenrekorder NHTSA bislang analysiert hat. Die zu analysierenden Datenrekorder wurden von NHTSA ausgesucht, Toyota ist an der Untersuchung nicht beteiligt. Stattdessen setzt der japanische Automobilhersteller auf seine eigene Untersuchung. Toyota hat wegen zahlreicher Qualitätsprobleme in den vergangenen Monaten mehr als 8 Millionen Autos weltweit zurückgerufen.

Eine NHTSA-Sprecherin wollte sich nicht zu den Ergebnissen der bisherigen Analysen äußern. Die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde werde die Resultate erst nach dem vollständigen Abschluss der Untersuchung veröffentlichen. Die Untersuchung wird voraussichtlich noch einige Monate dauern.

Quelle: FZ.NET mit Dow Jones, AFP
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